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Schüsse auf Hells-Angels-Boss: Kiez-Attentäter müssen jahrelang in den Knast

St. Pauli –

Mit fünf Schüssen war ein Hells-Angels-Boss im August 2018 lebensgefährlich verletzt worden. Die Angeklagten wurden zu langen Haftstrafen verurteil – und waren in Revision gegangen. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden. 

Das Urteil im Prozess um beinahe tödliche Schüsse auf einen Rockerboss in Hamburg-St.-Pauli ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revisionsanträge der Angeklagten zurückgewiesen, sagte ein Gerichtssprecher am Montag in Hamburg.

Am 23. April dieses Jahres hatte das Landgericht drei Angeklagte wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer und gefährlicher Körperverletzung zu langen Haftstrafen verurteilt.

Angriff auf Hells-Angels-Boss in Hamburg: Urteil ist rechtskräftig

In der Nacht zum 27. August 2018 waren fünf Schüsse auf den Hells-Angels-Boss abgegeben worden, als dieser mit seinem Bentley vor einer Ampel am Hamburger Millerntor halten musste. Der damals 38-Jährige wurde lebensgefährlich an Kopf und Oberkörper verletzt und ist seitdem querschnittsgelähmt.

Gut zwei Jahre zuvor waren der heute 30 Jahre alte Hauptangeklagte – ein Deutscher – und dessen Freundin Opfer eines ähnlich heimtückischen Überfalls im Stadtteil Schnelsen geworden.

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Der Hauptangeklagte, der nach Überzeugung der Strafkammer den Schützen aus dem Gefängnis heraus mit der Tat beauftragt hatte, wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Sein 74 Jahre alter Vater – ein Deutsch-Afghane – bekam neuneinhalb Jahre Gefängnis. Der 28 alte Schütze aus Bulgarien wurde zu sechs Jahren und neun Monaten verurteilt und in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. (dpa)

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