Großalarm an der Luruper Hauptstraße. Rund 60 Retter sind im Einsatz.
  • Großalarm an der Luruper Hauptstraße. Rund 60 Retter sind im Einsatz.
  • Foto: Blaulicht-News

Schreckliche Tat in Hamburg: Ex-Mann sticht auf Frau ein und steckt Sohn in Brand

Lurup –

Was für eine unvorstellbare Tat! Ein Mann (49) ist am Freitagnachmittag in die Wohnung seiner Ex-Frau (40) in Lurup eingedrungen – und soll hier vor den Augen der zwei Kinder mit dem Messer auf sie eingestochen haben. Seinen Sohn soll er anschließend mit Benzin übergossen und die Wohnung angezündet haben!

Der Notruf ging gegen 17.15 Uhr in der Einsatzzentrale der Feuerwehr ein. Bewohner eines Hauses an der Luruper Hauptstraße meldeten den Brand einer Wohnung. Im Hintergrund waren Hilfeschreie zu hören. Deshalb löste der Einsatzleiter sofort die Alarmstufe „Menschrettung“ aus.

Hamburg: Vier Notärzte versorgten die Verletzten

Am Einsatzort angekommen sah der Zugführer offene Flammen aus einer Wohnung schlagen. In den darüberliegenden Wohnungen standen die Menschen an den Fenstern und schrien um Hilfe. Deshalb wurde die 2. Alarmstufe ausgelöst. Rund 60 Retter, darunter mehrere Rettungswagen und vier Notärzte sind im Einsatz.

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Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot angerückt.

Foto:

JOTO

Drei Polizisten, die als erste am Einsatzort waren und versucht hatten, die Bewohner zu retten, erlitten eine Rauchvergiftung. Sie wurden von Sanitätern versorgt.

Vater übergiesst Sohn mit brennbarer Flüssigkeit

Wie konnte es zu dem Feuer kommen? Wie die MOPO erfuhr, sei ein Mann in die Wohnung seiner Ex-Frau und seiner zwei Kinder eingedrungen. Hier soll er die Mutter mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben. Danach soll er seinen zehnjährigen Sohn mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und vor den Augen der Schwester (12) angezündet haben. Der Junge erlitt schwerste Brandverletzungen.

Durch die Stichflamme soll auch der mutmaßliche Täter verletzt worden sein. Dieser soll, nach Zeugenaussagen vor Ort, schließlich brennend auf dem Balkon gestanden und „Alle sollen brennen!“ gerufen haben.

Tat in Hamburg: Beide Kinder schwerstverletzt

Über Drehleitern retteten Feuerwehrmänner derweil die Menschen aus den darüberliegenden Wohnungen. Mehrere von ihnen hatten eine Rauchvergiftung, insgesamt 18 Menschen mussten vom Rettungsdienst versorgt werden.

Nach MOPO-Informationen gibt es insgesamt vier Schwerverletzte, darunter auch die Tochter, die Flammen eingeatmet haben soll. Wie die Polizei am späten Freitagabend mitteilte, befinden sich der Sohn, die Mutter sowie der Tatverdächtige allesamt in Lebensgefahr – Sohn und Mutter wurden mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, der Tatverdächtige mit einem Krankenwagen. Er wurde vorläufig festgenommen und wir nun polizeilich überwacht.

Beamte der Mordkommission haben nun wegen „zwei versuchten Tötungsdelikten“ die Ermittlungen aufgenommen. Nach MOPO-Informationen soll es darum gegangen sein, dass die Frau dem Mann das Umgangsrecht für die Kinder entziehen lassen wollte.

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