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  • Foto: picture alliance/dpa

Schon wieder!: Hamburger S-Bahnhof verzögert sich um ein weiteres halbes Jahr!

Ottensen –

Überraschen dürfte es wohl kaum jemanden, doch das macht es nicht weniger ärgerlich: Der seit 17 Jahren geplante S-Bahnhof Ottensen verzögert sich weiter. Die geplante Eröffnung im Dezember diesen Jahres kann nicht eingehalten werden.

Die Stadt Hamburg und die Deutsche Bahn planen den Bahnhof bereits seit 2003. Es handelt sich dabei um einen einfachen, oberirdischen Bahnsteig an der bestehenden Strecke der Linien S1 und S11 zwischen Altona und Bahrenfeld. 

Hamburg: Die Eröffnung des S-Bahnhofs Ottensen verzögert sich weiter

Seit Anfang 2018 ist das Planfeststellungsverfahren für den neuen Bahnhof abgeschlossen, im vergangenen Jahr begannen endlich die Bauarbeiten, doch die Eröffnung verzögert sich nun noch einmal um ein weiteres halbes Jahr. Grund seien Probleme beim Kabel-Tiefbau und bei der Entwässerung – diese Probleme fielen wohl erst in der finalen Feinplanung der Haltestelle auf, so berichtet „NahverkehrHAMBURG“.

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„Für die neue Station Ottensen haben sich neue Anforderungen ergeben, die jetzt in die Umsetzung der neuen Ausführungsplanungen einfließen. Leider kann aus diesen Gründen eine Inbetriebnahme der neuen Station Ottensen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 nicht gehalten werden“, so die Hamburger Bahn-Sprecherin Franziska Hentschke.

Kosten des neuen Hamburger S-Bahnhofs werden auf 22 Millionen Euro geschätzt

Die Anpassungen an die neuen Anforderungen dauern ihre Zeit – wie lange, kann die Bahn aktuell noch nicht sagen, genauso wenig, wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können. Und auch zur Kostenfrage gibt es noch keine neue Stellungnahme der Bahn – bisher werden diese mit 22 Millionen Euro beziffert.

Finanziert wird das Projekt von der Stadt Hamburg, in einem zweiten Schritt will sich die Stadt jedoch zumindest einen Teil der Kosten aus einem anderen Geldtopf des Bundes erstatten lassen. 

Hamburgs Politiker kritisieren Verzögerungen bei S-Bahnhof Ottensen

Von den Politikern verschiedener Parteien kommt Kritik: „Es fällt schon auf, dass die Hochbahn bei ihren Planungen sowohl was den Zeit- als auch den Kostenrahmen betrifft, fast immer im Soll bleibt, die Bahn aber nicht. So war es an den Elbbrücken, so ist es nun auch hier“, so der Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill zu „NahverkehrHAMBURG“.

Und auch der verkehrspolitische Sprecher der Hamburger CDU, Dennis Thering, reagiert verärgert und blickt skeptisch auf andere Bahn-Projekte: „Wer angesichts dieser vergleichsweise kleineren Baumaßnahmen glaubt, dass die U5 oder die S32 wie angekündigt realisiert werde, ist bestenfalls gutgläubig.“

Video: Haltestellenansage von Jan Fedder?

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die Hansestadt und die Bahn nun auf, die Realisierung der Haltestelle Ottensen mit höchster politischer Priorität zu versehen, so berichtet „NahverkehrHAMBURG“. (mp)

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