Kräne Immobilien Bau Hamburg
  • Kräne auf einer Baustelle in Hamburg. Die Immobilienpreise steigen immer weiter ein, zeigt eine aktuelle Prognose. (Archivbild)
  • Foto: dpa | Christian Charisius

„Rekordzuwächse“: Immobilienpreise steigen weiter – vor allem in einem Bereich

Konnte die Corona-Krise dem Immobilienmarkt in Deutschland schon nichts anhaben, so rechnen Experten nun sogar mit Nachholeffekten und Preissteigerungen auf Rekordniveau, so eine neue Prognose aus Hamburg. Viele Menschen zieht es dabei von der Stadt aufs Land.

Laut der aktuellen Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro steigen. Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Milliarden Euro betragen.

Immobilien: Trend geht von der Stadt ins Umland

Treiber seien vor allem die Wohnimmobilien, deren Volumen vom Vorjahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro wächst. Gleichzeitig werde die Zahl der Transaktionen nur leicht um 1,4 Prozent steigen. Der Durchschnittspreis pro gekaufter Immobilie steigt also weiter.

Das bestätigt Gewos-Experte Sebastian Wunsch mit Zahlen aus 2020: „Die Preisdynamik im Bereich des selbst genutzten Wohneigentums hat sich im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt. Mit 10,8 Prozent bei Eigenheimen und 7,2 Prozent bei Eigentumswohnungen haben wir in 2020 die stärksten Preiszuwächse seit Beginn unserer Aufzeichnungen in den 80er-Jahren festgestellt.“ Das hohe Transaktionsaufkommen halte seit der zweiten Jahreshälfte 2020 an. „Eine höhere Zahl an Kauffällen haben wir letztmalig im Jahr 1999 registriert.“

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Das Marktgeschehen verlagere sich dabei zunehmend aus den leergekauften Märkten in den Großstädten in die Speckgürtel und in ländliche Räume. Der Trend ins Umland scheine sich im Licht der Pandemieerfahrungen zu verstärken, sagte Wunsch. Besonders gefragt sind Ein- und Zweifamilienhäuser, für die Gewos im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von 259.300 Kauffällen registrierte. (dpa/mp)

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