Online-Händler André Cramer aus Hamburg und Galeristin Hana Omilani (38) aus Lagos
  • Online-Händler André Cramer (51) vertreibt in seinem Pop-Up-Store ausschließlich Kollektionen und Produkte von Black People Of Color (BPOC). Galeristin Hana Omilani (38) aus Lagos präsentiert hier ihre Kunst.
  • Foto: Patrick Sun

Pop-up-Kunst gegen den Leerstand in der City

Um dem Leerstand den Kampf anzusagen, startete der Senat im Sommer ein Programm, das Handel und Kreative zusammenbringt. Jetzt wurden wieder erfolgreich neue Räume vermittelt. Das Ergebnis: vier neue Pop-up-Stores in der City.

Noch nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Dann lohnt sich ein Gang zum Alten Wall. Dort haben im Rahmen des Förderprogramms „Frei_Fläche“ vier neue Pop-up-Stores aufgemacht:

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„La Tribune Noire“ setzt auf zeitgenössische schwarze Mode, Kultur und Ästhetik. Dabei bietet das Hamburger Start-up ausschließlich Kollektionen und Produkte von Black People Of Color (BPOC) an. Ihre Mission: eine Plattform für Schwarzes Kreativ-Unternehmertum zu schaffen und ihnen Sichtbarkeit in der europäischen Handelslandschaft zu verschaffen.

Modedesignerin Alina Klemm (27)
Modedesignerin Alina Klemm (27) eröffnet am Montag ihren Pop-up-Store am Alten Wall.

Das Hamburger Modelabel „Alina Klemm“ setzt auf ausdrucksstarkes Design und einen hohen Standard im Schneiderhandwerk – Grundlage für ein langlebiges Produkt aus Norddeutschland. Dabei verzichtet das Label auf lange Lieferketten und setzt auf faire Entlohnung.

Hamburg: Pop-up-Kunst gegen den City-Leerstand

„Nights Glow Dark“ bietet handgefertigte Leuchtkästen aus Upcycling-Materialien. Das Unternehmen arbeitet eng mit sozialen Organisationen sowie Nachwuchskünstler:innen zusammen und verschafft ihren Ideen, Konzepten und Ansätzen Aufmerksamkeit.

Nights Glow Dark Philipp Stengelin
Die Lichtinstallation von Philipp Stengelin (32) können die Kunden von der Fleet-Seite aus bewundern.

Die „Affenfaust-Galerie“ öffnete bereits im November ihre Türen. Sie bietet jungen und etablierten Künstler:innen ein Forum für zeitgenössische Kunst. Das Ausstellungsprogramm reicht von Malerei, Zeichnung und Skulptur bis hin zu Rauminstallationen, Performances und Videoarbeiten.

Die Galeristen Fred Schäfer (li., 38) und Marcus Schild (35) von der Galerie Affenfaust
Die Galeristen Fred Schäfer (l., 38) und Marcus Schild (35) haben bereits im November den Pop-up-Store ihrer „Galerie Affenfaust“ am Alten Wall eröffnet.

Die Räumlichkeiten stellte der Eigentümer Art-Invest Real Estate im Rahmen des Förderprogramms „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ zur Verfügung. Das Programm ist bis 2022 befristet; die Kreativen zahlen 1,50 Euro pro Quadratmeter für die leerstehenden Verkaufsflächen. Den Rest der Neben- und Betriebskosten übernimmt das Förderprogramm. Neun Millionen Euro lässt die Stadt dafür springen, dass die von Corona gebeutelten Quartiere durch kulturelle Angebote wieder belebter und attraktiver werden.

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