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  • Eingekesselte Protestler am 1. Mai
  • Foto: Bodo Marks

Polizeieinsatz am 1. Mai: Fünf Stunden eingekesselt – kein Abstand möglich

St. Pauli –

Die Einkesselung von Demonstranten am 1. Mai durch die Polizei wirft Fragen nach dem Infektionsschutz auf. Videoaufnahmen von der Situation an der St. Petersburger Straße (St. Pauli)  zeigen eine Gruppe von Protestlern, die von Beamten so eng zusammengedrängt werden, dass keine Abstände eingehalten werden können. Insgesamt fünf Stunden wurde die Gruppe festgehalten.

„Wir würden gerne die Mindestabständen einhalten“, ist die Stimme eines Mannes zu hören, „aber das ist so nicht möglich!“ Auf den Bildern ist zu sehen, wie Polizeibeamte mit weißen Helmen einen enger werdenden Kreis um die Gruppe von rund 40 Menschen ziehen, bis diese nahezu Schulter an Schulter stehen. „Ich bin extra nicht auf eine Schwurbeldemo gegangen!“, ruft eine Frau.

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Die Eingekesselten können die Mindestabstände nicht einhalten.

Foto:

Bodo Marks

Einige sehen aus wie vom „Schwarzen Block“, allerdings leuchten unter den „Hasskappen“ weiß die FFP2-Masken. Andere tragen OP-Masken zu bunten Jacken. Mehrere der eingekesselten Personen weisen die Beamten darauf hin, dass der Platz nicht ausreicht.

Die festgesetzte Gruppe hatte an einer nicht genehmigten Demo teilgenommen, die die Reiterstaffel der Polizei zuvor im Schanzenpark aufgelöst hatte. Das Hamburger Verwaltungsgericht hatte drei Mai-Demos von Linksradikalen verboten, mit der Begründung, die maximal erlaubte Zahl von 200 Teilnehmern könne nicht eingehalten werden, es sei mit Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz zu rechnen.