Pakete im Verteilerzentrum
  • In wie vielen dieser Pakete in einem Verteilerzentrum stecken wohl Drogen? (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd

Darum hat der Zoll einen Hamburger Paketshop im Visier

Das Zollfahndungsamt Hamburg hat seit Ende April 16 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, in denen es um Drogen in Postsendungen ging. „Wir stellen bei illegalen Geschäften einen Trend zum Online-Handel fest“, so Stephan Meyns, Zoll-Pressesprecher. Es geht um 13 Beschuldigte, auch ein Kiosk ist im Visier der Zöllner.

20 Pakete fingen die Beamten in nur wenigen Wochen ab, manchmal kamen die Tipps von Zoll-Kollegen aus ganz Deutschland. Die Drogen wurden oft bei Routinekontrollen gefunden, aber auch bei gezielten Maßnahmen. „Es ist davon auszugehen“, erklärt Meyns, „dass die meisten Tatverdächtigen das Rauschgift weiterverkaufen wollten.“

Hamburg Zoll beobachtet Trend: Immer mehr Drogen in der Post

In den Paketen wurden insgesamt 30 Kilogramm Marihuana, mehr als 150 Cannabissetzlinge, kleinere Mengen an Kokain, knapp 200 Ecstasy-Tabletten und 3800 unversteuerte Zigaretten gefunden und sichergestellt. Bei Razzien stießen die Zöllner auch auf mutmaßliches Deal- und Falschgeld. In einem Verfahren sei laut Menys bei einem Mann 75.000 Euro in bar, Schmuck und 17 Paar hochpreisige Sportschuhe gesichert worden. „Verbrechen soll sich nicht lohnen. Wir wollen die Gewinne aus illegalen Geschäften aufspüren und aus dem Verkehr ziehen“, so Meyns.


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Neben der Vielzahl an Beschuldigten haben die Fahnder auch einen Kiosk im Visier, der gleichzeitig auch als ein Paketshop genutzt wird: Über diesen sollen viele Drogen-Paket-Geschäfte abgewickelt worden sein. Der Kiosk sei bereits durchsucht worden, die Ermittlungen in allen Fällen dauern an. Meyns: „Insgesamt hätten die sichergestellten Betäubungsmittel auf dem Schwarzmarkt einen Wert von mehr als 300.000 Euro gehabt.“ (dg)

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