Zu den Demos am Samstag werden mehrere Straßen gesperrt. (Symbolfoto)
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Reichsbürger, Kurden und andere Proteste: Zahlreiche Demos heute in Hamburg

Am Samstag wird in Hamburg auf Grund mehrerer Demos mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen sein. Schon am Freitag kam es bei einer Demonstration in Hamburg zu Ausschreitungen – am Samstag will die Polizei auf die vier Kundgebungen mit bis zu 1000 Teilnehmern mit einem Großeinsatz reagieren.

Nachdem Aktivisten einer Kurden-Demo schon auf der Hinreise am Donnerstag in einem Zug nach Hamburg Unruhe stifteten, kam es auch bei dem Protest am Freitag zu Ausschreitungen. Bei der Demonstration für die Freilassung von PKK-Anführer Abdullah Öcalan (72) attackierten Teilnehmer einen Kameramann und einen Autofahrer.

Vier Demos in Hamburg am Samstag – Polizei im Großeinsatz

Wie ein Sprecher der MOPO mitteilte, sollen auch am Samstag in verschiedenen Stadtteilen Kundgebungen und Demonstrationszüge abgehalten werden. Weil dazu einige Straße abgesperrt werden müssen, kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Polizei informiert während der Versammlung auf Twitter, insbesondere über die aktuelle Verkehrslage.

Reichsbürger-Demo vor dem NDR in Hamburg-Lokstedt

Los geht es um 13 Uhr vor dem Gebäude des NDR in Lokstedt. Dort wollen mutmaßliche Reichsbürger gegen die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks demonstrieren. Der Anmelder rechnet mit 200 Teilnehmern.

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert die Demo deutlich: „Die rechten Scharfmacher versuchen immer wieder, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu untergraben. Was heute die Kritik an dessen angeblicher Fehlinformation ist, wird morgen zur vollständigen Abschaffung, egal ob aus finanziellen oder ideologischen Gründen“, warnt Bernd Kittendorf, Vorsitzender des Fachbereichs Medien, Kunst, Industrie.

Demo am Rathausmarkt: „Bringt das Lampedusa-Zelt zurück“

Um 14 Uhr dann der nächste Aufzug. Rund 900 Teilnehmer wollen vom Rathausmarkt zum Steindamm ziehen. Das Motto: „Bringt das Lampedusa-Zelt zurück“.

Demos in Hamburg: Ende erst gegen 22 Uhr

Eine Stunde später die nächste Demo: Ab 15 Uhr wollen rund 400 Teilnehmer zum 40. Jahrestag der Militärjunta in der Türkei von der Sternschanze zum türkischen Konsulat an der Tesdorpfstraße (Rotherbaum) ziehen. 

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Eine zusätzliche Demo mit 1000 angemeldeten Personen soll dann um 18 Uhr an der Reeperbahn starten. Unter dem Motto: „Standhalten gegen Repressionswelle und Klassenjustiz wollen die Teilnehmer zu den Gerichten am Sievekingplatz ziehen.

Der Weg führt weiter durch die Schanze und zurück zur Reeperbahn. Erst gegen 22 Uhr soll diese Demo beendet sein.

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