Hohe Explosionsgefahr: Bezirksamt findet hoch entzündliche Gaskartuschen bei Lagerdurchsuchung

Der Ladenbetreiber muss unter Aufsicht des Bezirksamtes die undichten Gaskartuschen entsorgen. Foto: News5/Sebastian Peters

Nach Brand auf der Veddel: Palettenweise Gaskartuschen in St. Georg entdeckt

Explosionsgefahr am Steindamm? Nur wenige Tage nach dem verheerenden Brand auf der Veddel haben Behörden unter einem Shishatabakladen palettenweise undichte Gaskartuschen entdeckt. Gas war bereits ausgetreten – nun musste das Lager geräumt werden.

Am Donnerstagnachmittag hat das Bezirksamt gemeinsam mit der Feuerwehr ein Lager unterhalb eines Shishatabakgeschäftes am Steindamm (St. Georg) überprüft – und dabei palettenweise Gaskartuschen entdeckt. Die Behälter gelten als hochentzündlich, weshalb die Behörden nach Messungen ein erhöhtes Risiko feststellten und die sofortige Umverlagerung der Kartuschen anordneten.

Gaskartuschen undicht, Räumung läuft

Bereits am Mittwoch war aus einigen Kartuschen Gas ausgetreten. „Der Austritt wurde jedoch als ungefährlich eingestuft“, teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage der MOPO mit. Am Donnerstag wurden die Kartuschen schließlich von den Betreibern an die Oberfläche gebracht und abtransportiert. Die weitere Entsorgung überwacht nun das Bezirksamt. Unklar ist bislang, ob die externen Mieter der Räumlichkeiten mit der Lagerung gegen Vorschriften verstoßen haben. Dies werde derzeit geprüft, hieß es weiter.

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Wie die Polizei bestätigte, kam es während des Einsatzes zu einem Zwischenfall mit Medienvertretern. Der Ladenbesitzer reagierte gegenüber einem Reporter aggressiv und zeigte Drohgebärden. Zu körperlichen Übergriffen kam es jedoch nicht. (apa)

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