Hamburger Polizei nimmt mutmaßlichen Drogendealer fest (Symbolbild).
  • Die Handschellen haben geklickt (Symbolbild).
  • Foto: IMAGO / onw-images

Mutmaßlicher Dealer versteckt große Summe Geld hinter Backofen-Blende

Dank ausgewerteter Chat-Protokolle hat die Hamburger Polizei erneut zwei mutmaßliche Drogendealer festgenommen: Die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) richten sich dabei gegen ein Pärchen, das zusammen mit kiloweise Kokain, Marihuana und mehr als 100.000 Ecstasy-Tabletten gehandelt haben soll.

Am Donnerstagnachmittag wurde der 38-Jährige in Handschellen abgeführt. Nach Angaben der Polizei wollte er auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Steilshoop Drogen an einen 37-Jährigen verkaufen. Beide Männer wurden festgenommen. Ein Sprecher: „Im Auto fanden die Ermittler eine Tüte mit zwei Kilo Marihuana.“

Hamburg: Dealer versteckt Geld hinter Backofen-Blende

Direkt danach filzten die Beamten die Wohnung des 38-Jährigen in Alsterdorf, in der er mit seiner 31 Jahre alten Freundin leben soll. Dort wurden etwa 100 Gramm Haschisch und knapp 30.000 Euro in bar – versteckt hinter der Blende des Backofens – gefunden und sichergestellt. Der 38-Jährige kam in U-Haft.


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Das LKA war auf die mutmaßlichen Machenschaften des Pärchen gestoßen, nachdem sie Chat-Nachrichten der inzwischen geknackten App „EncroChat“ ausgewertet hatten. Bei „EncroChat“ wurde ganz offen über Drogen und den Verkauf von illegalen Waren getextet – eine Art „WhatsApp für Verbrecher“. Französische Polizisten hatten vor zwei Jahren die Server der Firma infiltriert, die Daten an Polizei in ganz Europa verschickt. Auch nach Hamburg.

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Dem Pärchen aus Alsterdorf wird Drogenhandel im großen Stil vorgeworfen. Er soll in mehr als einem Dutzend Fällen mit insgesamt 53 Kilogramm Marihuana, 20 Kilogramm Amphetaminen, fünf Kilo Kokain und einem Kilo Haschisch gehandelt haben. Er soll auch für den Umschlag von 100.000 Ecstasy-Tabletten verantwortlich gewesen sein.

Bei der Frau sind sich die Ermittler sicher, dass sie insgesamt knapp zehn Kilo Marihuana verkauft hat. „Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiter an“, so der Polizeisprecher. (dg)

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