• Bereits am Montagmorgen hatten Klimaaktivisten die Zufahrt zur Köhlbrandbrücke blockiert.
  • Foto: dpa

Mitten im Berufsverkehr: Aktivisten blockieren wieder Verkehrsader

Sekundenkleber und Bauschaum gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz: Nachdem Aktivisten am Montagmorgen mit einer spontanen Demonstration den Verkehr auf der Köhlbrandbrücke blockierten, gab es am frühen Abend wieder Ärger auf der wichtigen Verkehrsader.

Denn: Wie die Polizei um kurz nach 17.30 Uhr mitteilte, haben rund 10 Aktivisten die Zufahrt zur Köhlbrandbrücke nun erneut blockiert. Die Brücke musste daraufhin gesperrt werden. Das sorgt für lange Staus und viel Frust. „Wir sind vor Ort. Eine Auflösungsverfügung für die nicht angemeldete demonstrative Aktion ist bereits ergangen“, so die Beamten.

Wie ein Sprecher auf MOPO-Nachfrage bestätigte, haben sich die Aktivisten auf der Fahrbahn festgeklebt, speziell geschultes Personal sei angefordert worden, um sie vom Asphalt zu lösen. Erst nach knapp zwei Stunden konnte der Verkehr wieder freigegeben werden.

Die sogenannte Lebensmittelretter und Klimaaktivisten hatten bereits am Montag im morgendlichen Berufsverkehr stundenlang die Brücke blockiert. Mehr als 30 Demonstranten versammelten sich dazu auf den Fahrbahnen der Brücke und einer Zufahrt. Im Bereich der Kattwykbrücke klebten sich zwei weitere Menschen fest.

Köhlbrandbrücke: Heftige Kritik an Blockade von Aktivisten

„Durch Erpressung und Blockade kann keine gemeinsame Lösung zustande kommen“, kritisierte die FDP-Europaabgeordnete Svenja Hahn die Aktion. Politik müsse „immer durch Dialog und Kompromiss gestaltet werden“. Der Hamburger Hafen sei „ein Schauplatz der internationalen Zusammenarbeit und kein ‚Schauplatz der Zerstörung‘, wie die Aktivist:innen behaupten“, sagte Hahn weiter. „Dem wichtigen und absolut notwendigen Anliegen wird ein Bärendienst erwiesen“, kommentierte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) via Twitter. Sie habe „kein Verständnis für Protest mit der Brechstange“.

Die Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ will sich eigenen Angaben zufolge mit solchen Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung, für mehr Klimaschutz und eine Bürgermitbestimmung einsetzen. Seit Ende Januar hat sie immer wieder Autobahnen und Straßen blockiert, vor allem in Berlin, aber auch in Hamburg, München und anderen Städten. (mhö/idv)

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