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Typisch 50er Jahre: das Holi-Kino in der Schlankreye.
  • Nach einem Überfall sperrte die Polizei das „Holi Kino“ in der Schlankreye ab.
  • Foto: Marius Röer

Hier soll sich der „Holi“-Kino-Räuber wochenlang versteckt haben – Festnahme!

Mehrere Raubüberfälle soll ein Mann Anfang Februar in Harvestehude und Eppendorf begangen haben: Unter anderem soll er das stadtweit bekannte „Holi“-Kino an der Schlankreye mit einer Pistole gestürmt haben. Nun ist der mutmaßliche Täter (38) verhaftet worden – und das im unmittelbaren Tatumfeld.

Rückblick: Bevor der Beschuldigte das „Holi“-Kino überfallen, dabei einen Angestellten und eine Kinobesucherin mit einer Waffe bedroht, in die Decke geschossen haben und mit mehreren Hundert Euro geflüchtet sein soll, war er laut Staatsanwaltschaft mutmaßlich noch an zwei anderen Rauben beteiligt; bei einem soll ebenfalls ein Schuss gefallen sein.

Es verdichteten sich Hinweise, dass der Mann sich nach den Taten bei einer Freundin an der Frickestraße versteckt hielt. Daher wurde die Wohnung in Eppendorf am Mittwoch durchsucht. Dabei fanden die Beamten auch eine Pistole (Schreckschusswaffe) und Tatkleidung. „Es wird geprüft, ob die Sachen mit den Taten zusammenhängen“, so Liddy Oechtering, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zudem werden gegen die 36-jährige Freundin wegen des Verdachts der Beihilfe ermittelt.

Mutmaßlicher „Holi-Kino“-Räuber sitzt in U-Haft

Kurios: An der Haustür war ein Fahndungsplakat der Polizei angebracht, auf dem es genau um eben jene Raubserie ging, für die der 38-Jährige beschuldigt wird. Ihn selber trafen Polizisten nicht in der Wohnung, sondern auf offener Straße in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses an. Mit angelegten Handschellen ging es zur Wache.

Der Mann war bereits vor der Raubserie wegen eines Diebstahls gesucht worden: Er soll Ende Oktober vergangenen Jahres aus einer Boutique am Eppendorfer Baum eine wertvolle „Chanel“-Handtasche gestohlen haben. Ein Polizist hielt ihn nach kurzer Flucht an. Im Zuge des Verfahrens erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn, der nun am Mittwoch vollstreckt wurde. Oechtering: „Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft.“

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Am Mittwoch wurde auch seine letzte bekannte Wohnanschrift in Schleswig-Holstein durchsucht. In der Wohnung soll er sich aber schon seit langem nicht mehr aufgehalten haben. Weil seine Lebensumstände unklar sind, hatte ein Richter einem Haftbefehl zugestimmt. Das Diebstahls-Verfahren wird nun höchstwahrscheinlich mit der Raub-Serie kombiniert. Über ein mögliches Motiv des 38-Jährigen ist nichts bekannt. (dg)

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