Die Nacht nach dem Derby: Das ist das Fazit der Hamburger Polizei
Ganz Hamburg fieberte am Freitag dem Derby entgegen: Der Hamburger SV empfing den FC St. Pauli im Volksparkstadion. Schon ab dem frühen Nachmittag war die Polizei mit über 1900 Einsatzkräften im Einsatz und zeigt sich im Nachhinein zufrieden – trotz kleinerer Zwischenfälle.
Die Fans beider Vereine hatten im Vorfeld Fanmärsche angekündigt. Rund 7500 HSV-Anhänger:innen zogen aus Altona-Altstadt los, etwa 3500 Fans des FC St. Pauli starteten im Stadtteil St. Pauli. Beide Gruppen erreichten das Stadion gegen 17.30 Uhr – laut Polizei ohne besondere Vorkommnisse.
Eine kritische Passage zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: Die Route beider Fans kreuzte sich am Bornkampsweg/Stresemannstraße. Doch auch hier gelang es, Zwischenfälle zu verhindern.
HSV-Ultras auf Hans-Albers-Platz
Auch während des Spiels sowie in der Zeit davor und danach blieb es weitgehend ruhig. Vereinzelt wurden bei Straftaten Personalien aufgenommen, so die Polizei. Die Polizei rechnete im Vorfeld mit etwa 600 „Problemfans“ pro Verein, inklusive Unterstützern aus anderen Städten.

In der Nacht versammelte sich auf dem Hans-Albers-Platz gegen 2 Uhr eine Gruppe schwarz gekleideter HSV-Ultras. Sie wurden schließlich von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei umzingelt und ohne weitere Zwischenfälle zur S-Bahn-Station Reeperbahn begleitet.
Polizeipräsident zieht positives Fazit
Unterstützung erhielt die Hamburger Polizei von Kräften aus Bayern, Bremen, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie 320 Beamten von der Bundespolizei.
Die Bundespolizei erteilte laut eigenen Angaben vier Platzverweise, stellte wegen Pyrotechnik fünf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz fest und hielt eine Gefährderansprache. Außerdem kam es zu vier Körperverletzungsdelikten und in einem Fall zu Beamtenbeleidigung. Insgesamt wurden 18 Personen durchsucht.
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Polizeipräsident Falk Schnabel zog ein positives Fazit: „Tausende Anhängerinnen und Anhänger beider Mannschaften haben gezeigt, dass wir in Hamburg unser Derby friedlich und fair feiern können.“ (zc)
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