Bei einer Razzia in St. Pauli hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag massive Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt.
  • Bei einer Razzia in St. Pauli hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag massive Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt.
  • Foto: TNN

Corona-Verstöße: Diese Kiez-Läden bleiben geschlossen – eine beliebte Bar darf öffnen

St. Pauli –

Acht Kiez-Läden wurden wegen zahlreicher Corona-Verstöße am vergangenen Wochenende von Polizei und Mitarbeitern des Bezirksamts Mitte dichtgemacht – mit der Auflage, dem Gesundheitsamt ein überarbeitetes Hygienekonzept zu präsentieren, damit es nicht erneut zu ausschweifenden Party-Exzessen kommt. Wie die MOPO erfuhr, hat nur eine Bar dies auch tatsächlich geschafft.

Und zwar die gerade unter Jugendlichen beliebte „Wodka Bombe“ an der Reeperbahn. Die Kiez-Bar darf ab sofort wieder ihre Pforten am Wochenende für Pistengänger öffnen, dank eines abgesegneten, neuen Hygienekonzepts, das strengere Kontrollen in Sachen Abstand, Maskenpflicht und Datenabgabe vorsieht.

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Die restlichen sieben Läden – darunter nach MOPO-Informationen der „Dollhouse Beach Club“ und der „Kaiserkeller“ an der Großen Freiheit – reichten nur mangelhafte Konzepte ein – oder gar keine. Die Konsequenz: Bis nächsten Freitag (9. Oktober), also eine Woche, müssen die betroffenen Läden geschlossen bleiben. Tun sie das nicht, droht ein empfindliches Bußgeld.

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„Es hat genügend Hinweise und Warnungen für die betreffenden Betriebe gegeben. Jetzt mussten wir einfach die Notbremse ziehen“, sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD), und meint damit auch, dass einige Läden bereits mehrfach in der Vergangenheit wegen mangelnder Einhaltung der Corona-Regeln aufgefallen waren.

„Wer sich nachhaltig und wiederholt nicht an die geltenden Regeln hält, agiert nicht nur unsolidarisch, sondern muss dann auch mit den Konsequenzen einer Schließung leben.“

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