• Polizisten stehen vor dem iranischen Konsulat an der Bebelallee. Dort wurde am Freitagabend ein Brandanschlag verübt.
  • Foto: Marius Röer

Anschlag auf iranisches Konsulat in Hamburg

Alarm in Winterhude: Bislang unbekannte Täter haben am Freitagabend einen Brandsatz gegen eine Stahltür des iranischen Konsulats an der Bebelallee geschleudert. Feuerwehr, Polizei und Staatsschutz rückten aus.

Die Polizei war den Angaben zufolge gegen 20.40 Uhr von einem Zeugen über die Tat informiert worden. Dieser Zeuge habe gesehen, wie sich vermutlich zwei Männer zügig vom Tatort entfernt hätten. Bei der sofort eingeleiteten Fahndung seien zunächst auch zwei Männer in der Nähe angetroffen worden, die jedoch nach derzeitigen Erkenntnissen nichts mit der Tat zu tun hätten, teilte die Polizei weiter mit.

Brandanschlag auf iranisches Konsulat: Politische Motivation?

Bei dem Anschlag wurde ein Molotowcocktail-ähnlicher Gegenstand gegen die Tür geworfen, die daraufhin verschmort wurde. Die Klingelanlage sowie Schilder schmolzen, der Eingangsbereich ist völlig verrußt. Der Konsul und weitere Mitarbeiter sollen sich zur Tatzeit im Gebäude aufgehalten haben, wurden aber nicht verletzt. Die Beamten sperrten die Bebelallee komplett ab.

Der Eingangsbereich ist komplett verrußt. Die Tür und ein Klingelschild wurden verschmort.
Der Eingangsbereich ist komplett verrußt. Die Tür und ein Klingelschild wurden verschmort.

Zum Motiv der Tat konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Das iranische Außenministerium verurteilte den Anschlag. „Wir erwarten, dass die deutsche Regierung diesbezüglich seriös und verantwortungsbewusst vorgeht und dafür sorgen wird, dass so ein Vorfall nicht einmal passiert“, sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh laut Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag.

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