Die Hamburger Polizei bei einem Einsatz am Winterhuder Kai am Mittwochabend.
  • Die Hamburger Polizei bei einem Einsatz am Winterhuder Kai am Mittwochabend.
  • Foto: Imago

Erneut Ärger und Polizei am Winterhuder Kai – so greift der Bezirk jetzt durch

Wiederholt musste die Hamburger Polizei zu Einsätzen an den Winterhuder Kai ausrücken: Die vergangenen Tage hatte immer wieder eine Vielzahl von Menschen dort gefeiert und Alkohol getrunken, oft dicht an dicht und ohne Masken. Überwiegend Jugendliche – genau wie am Donnerstagabend.

Anwohner beschwerten sich bei der Polizei über partyähnliche Zustände. Die Beamten räumten daraufhin den Kai, wo sich den Angaben nach 600 Menschen aufhielten. Sie sollen, wie die vergangenen Tage auch, ordentlich Müll hinterlassen, teils in Gärten und Hauseingängen uriniert haben.

Alkohol, Musik, Party: Polizei räumt erneut Winterhuder Kai in Hamburg

Die gesamte Woche über war es an dem Wasserplatz zu ähnlichen Vorkommnissen gekommen. In der Regel feierten jeden Abend mehrere Hundert Menschen am Kai. Laut Polizei mit lauter Musik und reichlich Alkohol. „Und die Stimmung war in Teilen aggressiv. Auf Ansprachen wurde nicht reagiert.“


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Inzwischen hat auch das zuständige Bezirksamt Nord auf die Geschehnisse am Winterhuder Kai reagiert: Man habe lange Zeit auf Rücksichtnahme und Respekt gesetzt, so Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz, es sogar mit Transparenten versucht, die auf die gültigen Corona-Regeln hinweisen. „Da es in den vergangenen Tagen aber erneut in den Abendstunden zu Räumungen durch die Polizei kam, helfen diese Appelle an die Vernunft offenbar nicht weiter. Deshalb habe ich der Landesebene empfohlen, ein Alkoholverbot für den Winterhuder Kai und den Haynspark in die neue EVO aufzunehmen. Schade, dass wohl nur mit solch drastischen Maßnahmen die Chance besteht, für eine Beruhigung der Situation zu sorgen.“

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Auch am Stadtpark war es Donnerstagabend, wie bereits üblich, rappellvoll: 4000 Menschen sollen sich dort in der Spitze aufgehalten haben, die meisten aber in kleinen, Corona-konformen Grüppchen. „Die Lage war ruhig“, so ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes.

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