Großbrand auf der Veddel

Nachdem das Feuer auf der Veddel gelöscht werden konnte, beginnen nun die Aufräumen- und Ermittlungsarbeiten. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Polizei nach Großbrand: So geht es jetzt auf der Veddel weiter

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Seit Montag war die Feuerwehr im Hamburger Hafen im Dauereinsatz. Nachdem das Feuer auf der Veddel gelöscht werden konnte, beginnen die Aufräumarbeiten.

Und die Polizei kann nun die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. „Um 16 Uhr konnten wir am Donnerstag ‚Feuer aus‘ melden“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Gleichzeitig konnten wir die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.“

In der Nacht sei noch ein Fahrzeug der Feuerwehr zur Brandstellenkontrolle unterwegs gewesen. Dabei wurden noch einzelne kleine Glutnester abgelöscht. Am Morgen seien dann keine weiteren Glutnester mehr gefunden worden. Auf dem öffentlichen Bereich des Geländes habe die Stadtreinigung mit den Aufräumarbeiten begonnen, sagte der Sprecher.


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Eine Polizeisprecherin sagte der dpa: „Im Laufe des Tages werden die Brandermittler mit ihrer Arbeit beginnen. Erste Ergebnisse wird es aber frühestens Mitte nächster Woche geben. Das ist nicht innerhalb von einem Tag zu schaffen.“

Spezialroboter aus Niedersachsen

Auch Tage nach dem Ausbruch des Feuers in einer Lagerhalle mit Gasflaschen hatte es immer wieder Explosionen gegeben, weil weitere Gasflaschen aufgrund der großen Hitze explodierten. Das hatte die Löscharbeiten von Anfang an enorm erschwert.

In der Nacht zum Donnerstag wurde die Hamburger Feuerwehr deshalb von Spezialrobotern aus Niedersachsen unterstützt. Die Kolonne aus Vechta war mit drei Feuerwehrrobotern und weiterer Spezialtechnik kurz vor Mitternacht eingetroffen. Die großen Löschroboter sollten die Einsatzkräfte entlasten und Gefahren verringern. Noch vor 6 Uhr hatten sie die wichtigen Arbeiten erledigt, wie der Sprecher weiter sagte.

Feuer fast vergleichbar mit Großbrand in Billstraße Ostern 2023

Das Feuer an der Müggenburger Straße gilt als eines der größeren aus der jüngeren Vergangenheit Hamburgs. Von den Ausmaßen her sei es fast mit dem Großbrand an der Billstraße in Rothenburgsort zu Ostern 2023 vergleichbar, sagte ein Feuerwehrsprecher.

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Damals waren den Angaben zufolge rund 1000 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Dieses Mal waren es rund 600. 2023 dauerte es fast eine Woche, bis das Feuer gelöscht war. Dieses Mal war schon an Tag vier alles geschafft.

Neun Verletzte – darunter sechs Einsatzkräfte

Das Großfeuer war am Montagnachmittag in einer Lagerhalle auf der Veddel ausgebrochen. Insgesamt wurden neun Menschen verletzt, darunter sechs Feuerwehrleute. Die Ursache des Feuers ist weiterhin unklar. (dpa)

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