Hamburgs Wahl-O-Mat wird am 23. Januar freigeschaltet.
  • Hamburgs Wahl-O-Mat wird am 23. Januar freigeschaltet.
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Wahl-O-Mat geht an den Start: Hier können Hamburger jetzt den Wahl-Test machen

Der Wahl-O-Mat ist zurück! Auch zur Bürgerschaftswahl 2020 in Hamburg wird die Bundeszentrale für politische Bildung wieder die beliebte Wahl-Entscheidungshilfe freischalten. Der Wahl-O-Mat wird am 23. Januar gegen Mittag veröffentlicht – die MOPO beantwortet alle wichtigen Fragen.

Der Wahl-O-Mat bietet Bürgern die Möglichkeit, durch die Bewertung ausgewählter Thesen die eigene Meinung mit den von den zur Wahl stehenden Parteien zu vergleichen. Am Ende spuckt das Tool dann die unterschiedlichen Übereinstimmungen in Prozentzahlen aus. Hier können Sie testen, welche Partei zu Ihnen passt.

Wahl-O-Mat in Hamburg: Wie funktioniert das Tool?

Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool. Es zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. 38 Thesen können mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden – alle zur Wahl zugelassenen Parteien können sich am Wahl-O-Mat beteiligen. Auf diese Weise können die Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgleichen und der Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird errechnet.

Seit wann gibt es in Deutschland den Wahl-O-Mat?

Erstmals wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt. 27 Thesen konnten von den Nutzern beantwortet werden. Am Schluss wurde die Nähe der eigenen Position zu den Positionierungen der Parteien angezeigt.

Video: Wahlhelfer in Hamburg gesucht

In dieser frühen Version des Wahl-O-Mat waren zunächst nur die Parteien aufgeführt, die bereits im Parlament vertreten waren oder in aktuellen Wahlumfragen mehr als drei Prozent der Befragten von sich überzeugen konnten. Schon der erste Wahl-O-Mat wurde 3,6 Millionen Mal genutzt. Im September 2003 folgte die nächste Premiere: Zur Landtagswahl in Bayern wurde der Wahl-O-Mat erstmals auf Landesebene eingesetzt. In der Folge kam das Tool auch bei den Wahlen zum Europäischen Parlament und weiteren Landtagswahlen zum Einsatz.

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Hamburg: Wie entsteht der Wahl-O-Mat?

Grundlage für die Thesen im Wahl-O-Mat sind die Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen zur Wahl. Die Thesen in jedem Wahl-O-Mat werden von einem großen Team erarbeitet. Zu dem Team gehören unter anderem Erstwähler, Politikwissenschaftler, Statistiker und Pädagogen.

Weshalb wird der Wahl-O-Mat genutzt?

Die meisten Wahl-O-Mat-Nutzer sind nicht völlig orientierungslos, so die Bundeszentrale für politische Bildung. 85 Prozent besitzen demnach schon vor der Nutzung des Wahl-O-Mat eine klare Position für ihre Wahlentscheidung. Die Hälfte der Nutzer möchte anhand der im Wahl-O-Mat ausgewählten Themen den eigenen Standpunkt überprüfen. Zwischen einem und zwei von zehn Wahl-O-Mat-Nutzern sucht eine Orientierung für die eigene Wahlentscheidung. Etwa jeder Zehnte möchte mehr über die Positionen der Parteien erfahren.

Was leistet der Wahl-O-Mat?

85 bis 90 Prozent der Nutzer macht der Wahl-O-Mat Spaß, so die Bundeszentrale für politische Bildung. 60 bis 75 Prozent der Nutzer erkennen demnach durch den Wahl-O-Mat klarer die Unterschiede zwischen den Parteien. Durch einen Wahl-O-Mat zu einer Landtagswahl werden drei Viertel der Nutzer auf die landespolitischen Themen aufmerksam. Zwischen sechs und sieben von zehn Nutzern wollen mit Freunden, Kollegen oder der Familie über das eigene Wahl-O-Mat-Ergebnis sprechen.

Wahl-O-Mat-Ergebnis: Soll ich diese Partei jetzt wählen?

Ob Sie eine bestimmte Partei wählen sollten oder nicht, will und kann der Wahl-O-Mat Ihnen nicht beantworten, so die Bundeszentrale für politische Bildung. Ihre Entscheidung für oder gegen eine Partei sollten Sie daher in keinem Fall allein von Ihrem Wahl-O-Mat-Ergebnis abhängig machen.

Video: In Hamburg startet die Briefwahl

Der Wahl-O-Mat kann Ihnen nur erste Informationen zur Wahl und den Parteien geben. Bewerten Sie Ihr Wahl-O-Mat-Ergebnis daher nicht als Wahlempfehlung für eine Partei, sondern nehmen es als Startpunkt, um sich noch besser über die zur Wahl stehenden Parteien zu informieren, appelliert die Bundeszentrale.

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