Clubhaus Sternbrücke
  • So könnte die neue Sternbrücke inklusive Clubhaus aussehen.
  • Foto: TF Architekten

Clubhaus an der Sternbrücke: Jetzt wehren sich die Anwohner

Das geplante neue Clubhaus an der Sternbrücke steht in der Kritik – mal wieder. Rund 50 Anwohner:innen protestieren in einem Brief an die Bezirksversammlung Altona und Abgeordnete der Bürgerschaft gegen die Pläne. Ihr Vorwürfe: Die Politik interessiere nicht für die Anwohnenden, habe diese vor vollendete Tatsachen gestellt.

Mit dem Neubau der Sternbrücke verlieren die drei Clubs Waagenbau, Fundbureau und Astra Stube ihre gewohnte Heimat. Ein eigenes Clubhaus an der Ecke Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee soll zwar deren Erhalt sichern, sorgt bei den Nachbar:innen allerdings für Unmut. Denn: Künftig seien die Clubs mitten in einem Wohngebiet beheimatet.

„Unzumutbar“: Anwohner gegen Sternbrücken-Clubhaus

„Wir Anwohnende wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, es gab keine vorherige Einbindung“, schreiben die 53 Anwohner:innen in ihrem Protest-Brief. Die Häufung der Clubs sei „unzumutbar“ und stehe im Gegensatz zum Bebauungsplan. Dieser sehe explizit vor, die Lärmbelästigung zu verringern – und keine neue Quelle für extrem laute Geräusche zu schaffen.

Aufgrund des Verkehrs sei es schon jetzt übermäßig laut an der betroffenen Ecke. Auf der Stresemannstraße sei zudem mit immer mehr Verkehr zu rechnen, also eh schon mit immer mehr Lärm. Dass Hamburg nun nicht die Chance ergreife, die Anwohnenden vom Lärm zu befreien, sei „unverständlich“.

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Das derzeitige Verfahren wirke „drängend“, es scheine, als ob dem finalen neuen Standort der Clubs „alles andere nachgeordnet“ sei. Eine Zwischenlösung könnte aus Sicht der Nachbar:innen zielführender sein, um eine Lösung „ohne Zeitdruck und mit Augenmaß“ zu finden.

Die Absender wünschen sich zudem ein angemessenes Beteiligungsverfahren, das die Nachbarschaft, die Clubs und die Seite der Behörden berücksichtige. Auf dem angedachten Clubhaus-Grundstück sei etwa ein Kulturhaus denkbar. Die Sternbrückenclubs könnten stattdessen auf das ganze Viertel verteilt werden. „Kultur kann hier viel mehr sein als nur die Clubs“, heißt es dazu im Brief. (fbo)

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