• Wärmepumpen sollen wie hier bald noch viel mehr Häuser mit nachhaltiger Wärme versorgen. (Symbolbild)
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Immobilienbesitzer aufgepasst: So kommen Sie bald an eine besonders ökologische Heizung

Rund fünf Millionen Euro will Hamburgs rot-grüne Regierung zur Förderung von Wärmepumpen in die Hand nehmen. Für Hamburgs Immobilienbesitzer soll der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger damit attraktiver sein. Ein paar Vorraussetzungen für die Förderung gibt es allerdings.

„Die gezielte Förderung von Wärmepumpen ist ein wichtiger Schritt hin zur klimaneutralen Wärmeversorgung in Hamburg“, sagt Johannes Müller, energiepolitischer Fachsprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion. „Gerade in Quartieren, die nicht an Wärmenetze angeschlossen sind, bieten Wärmepumpen eine Möglichkeit, lokal emissionsfreie Wärme zu günstigen Kosten bereitzustellen.“ 

Hamburg: Fünf Millionen für Wärmepumpen-Ausbau

Mit einem Antrag in der Bürgerschaft wollen SPD und Grüne den Ausbau des Förderprogramms „Erneuerbare Wärme“ voranbringen. In den Haushaltsjahren 2021 und 2022 sollen jeweils 2,5 Millionen Euro dafür locker gemacht werden. Mit den Mitteln sollen verstärkt Wärmepumpen gefördert werden, um den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmesektor zu erhöhen

Förderung von Wärmepumpen: Das sind die Voraussetzungen

Eine elektrisch betriebene Wärmepumpe soll nach Möglichkeit gefördert werden, wenn ein elektrischer oder thermischer Pufferspeicher eingesetzt werden kann. Dieser speichert aktuell nicht genutzte Wärme und stellt sie je nach Bedarf zur Verfügung. So soll die Wärmepumpe immer in der optimalen Leistungsstufe arbeiten – auch an einem kalten Wintertag. Außerdem muss eine Schnittstelle für ein intelligentes Steuerungssystem (zum Beispiel ein Smart Meter Gateway) vorhanden sein, dass die Speicherung und Abgabe der Wärme überwacht.

Für Bestandsgebäude soll außerdem ein Bonus für den Einbau von  Niedertemperaturheizkörpern gewährt werden, um die notwendige Absenkung der Heizungs-Vorlauftemperaturen zu erreichen.

Mehr Wärmepumpen für Hamburg

„So zahlt sich die neue Heizungsanlage gleich dreifach aus: fürs Klima, für den Handwerker, der den Umbau vornimmt, und für den eigenen Geldbeutel. Damit ist unser Antrag einer von verschiedenen Bausteinen für eine sozialverträgliche Klimapolitik“, sagt Alexander Mohrenberg, Klima-Fachsprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Wärmepumpen haben ein besonders großes Umweltpotenzial, wenn sie mit erneuerbarem Strom aus (Ab)Wasser, Erdwärme oder Luft betrieben werden, heißt es in dem Bürgerschaftsantrag von SPD und Grünen. Unter günstigen Bedingungen können Wärmepumpen den Wärmebedarf zu 100 Prozent aus regenerativen Energien speisen. Mit zunehmendem Anteil von Solar- und Windstrom im Netz werde dies immer häufiger der Fall sein. (abu)

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