Manager der HHLA verdienen laut Vergütungsbericht der Finanzbehörde im Jahr 2020 am Besten (Symbolbild)
  • Manager der HHLA verdienen laut Vergütungsbericht der Finanzbehörde im Jahr 2020 am Besten (Symbolbild)
  • Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Hafen, Hochbahn, UKE: Das verdienen Hamburgs Top-Manager

In der Corona-Pandemie sind viele Spitzengehälter in Hamburgs öffentlichen Unternehmen gestiegen. Angela Titzrath, Mitglied des Vorstandes von der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), verdiente 2020 erneut am meisten – und zwar gut eine Million Euro. Das geht aus dem Beteiligungs- und Vergütungsbericht 2020 hervor, den Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag vorstellte.

Die übrigen HHLA-Vorstandsmitglieder belegen die Plätze zwei bis vier – Jens Hansen und Dr. Roland Loppin mit jeweils ungefähr 740.000 Euro und Torben Seebold mit knapp 670.000 Euro pro Jahr. Auf dem 5. Platz der Spitzenverdiener landet mit Burkhard Görke ein Mitglied des Vorstandes des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Er bekommt ein Jahresgehalt von knapp 568.000 Euro. 


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Die Jahresvergütung der Spitzenverdiener speist sich aus einem festen Anteil, einer variablen Vergütung und einem geldwerten Vorteil wie beispielsweise einem Dienstwagen. Die ausgezahlte variable Vergütung der Vorstandsmitglieder der HHLA war auch im Corona-Jahr 2020 ebenso hoch wie der feste Anteil. Die volle Auszahlung der variablen Kosten war dabei kein Einzelfall. Es geschah in 44 von 103 Fällen.  

Finanzbehörde liebt Geschäftsleitung des Flughafens

Die variable Vergütung trage einen wesentlichen Bestandteil zur gesamten Vergütung der Gehälter der Geschäftsleitungen bei, schreibt die Finanzbehörde in ihrem Bericht. Der hohe Ausschüttungsgrad der variablen Vergütung sei ein Indiz dafür, dass die Vereinbarung ambitionierter Ziel- und Leistungsgrenzen an ihre Grenzen stoße. 

Lobend hob die Finanzbehörde die Geschäftsleitung des Flughafens hervor, die auf die Bezüge der variablen Vergütung 2020 verzichtet hatte.

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Der Bericht der Finanzbehörde zeigt auch, dass die Gehaltsschere zwischen dem durchschnittlichen Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem der Spitzenkräfte weiter auseinanderdriftet. Und zwar nicht nur bei der HHLA. Das Ziel des Senats war aber eigentlich, dass sich die Gehälter angleichen sollen.

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