Nils Weiland
  • Nils Weiland soll der neue starke Mann in der Hamburger SPD-Doppelspitze werden.
  • Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Er ist der neue starke Mann der Hamburger SPD

Auf die Bundes-SPD und mehrere Landesverbände folgt jetzt die Hamburger SPD – und entscheidet sich für eine Doppelspitze. Neben Sozialsenatorin Melanie Leonhard soll der bisherige stellvertretende Landesvorsitzende der Partei nun das Führungsduo komplett machen. Für die Hamburger SPD ist eine Doppelspitze Neuland. 

Auf Kreis- und Landesebene wurde der Möglichkeit eines Führungsduos bereits im Juni auf einem Landesparteitag grünes Licht gegeben. Und nun stellt sich neben der bisherigen Landeschefin Melanie Leonhard auch der bisherige Vize Nils Weiland beim Landesparteitag am Samstag zur Wahl. Das teilte der Landesverband der Partei am Montagabend mit. Zuvor hatte dieser einvernehmlich den Personalvorschlag für den Landesparteitag beschlossen. 

 „Es war an der Zeit zu überlegen, wie man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen kann“, sagte SPD-Sprecher Lars Balcke am Dienstag der dpa. Zudem folge der Personalvorschlag für den Vorstand dem Wunsch der SPD-Basis nach mehr Teilhabe.  

Hamburgs SPD bekommt eine Doppelspitze

„Die Aufgaben innerhalb, aber auch außerhalb der Partei werden immer vielfältiger und erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit“, sagte Leonhard laut Mitteilung. „Daher ist es nur folgerichtig, dass sich auch die Spitze breiter aufstellt, was sich mit Blick auf andere Gremien in unserer Partei bewährt hat.“


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Leonhard hatte den Landesvorsitz in Hamburg vor gut dreieinhalb Jahren von Olaf Scholz übernommen, der damals als Bundesfinanzminister nach Berlin ging. Die 44-Jährige ist seit 2015 Senatorin und leitet die Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration. Sie kümmert sich damit auch um die Corona-Pandemie in Hamburg. Zusätzlich handelt sie aktuell in Berlin mit den Grünen und der FDP den Koalitionsvertrag für eine mögliche Ampel-Koalition auf der Bundesebene mit aus. 

Nils Weiland will SPD-Chef in Hamburg werden

Der 48 Jahre alte Jurist und Wirtschaftsanwalt Nils Weiland ist seit Juni 2012 stellvertretender Landesvorsitzender der SPD in Hamburg. Er war vor einigen Jahren als Insolvenzverwalter des damaligen Eigentümers des linksautonomen Kulturzentrums Rote Flora im Schanzenviertel bekannt geworden. 

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Die SPD auf Bundesebene wird bereits seit 2019 von einer Doppelspitze geleitet; damals waren Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach einer langen Kandidatenkür ins Amt gewählt worden. Auch einige andere Landesverbände der SPD haben bereits eine Doppelspitze. (mp/dpa) 

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