CDU-Chef in Hamburg Christoph Ploß.
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Absage an Jamaika-Koalition: CDU-Chef Ploß ist enttäuscht und greift FDP an

Der Gang in Richtung Opposition, er wird von Tag zu Tag immer wahrscheinlicher für die CDU. Die Grünen und die FDP haben angekündigt, mit Ampel-Sondierungsgesprächen mit der SPD starten zu wollen – mit der Union wird man erst mal nicht weiter sprechen. Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß zeigt sich enttäuscht – und teilt gegen die FDP aus.

Dass die Gesprächsabsage von Grünen und FDP an die CDU/CSU bei den Christdemokraten nicht so gut ankommt, wurde schnell klar. Schon CSU-Chef Markus Söder legte unmittelbar nach der Nachricht los und bezeichnete das Vorgehen der beiden Königsmacher-Parteien als „nicht fair”, schließlich hätte man doch parallel weiterverhandeln können.

Christoph Ploß: Hamburger CDU-Chef plädiert für Jamaika

Und auch für Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß steht fest, mit welcher Regierungsoption Grüne und FDP besser gefahren wären. „Klimaschutz durch Innovationen, neue Technologien und soziale Marktwirtschaft, Entlastungen statt Belastungen, mehr Leistungsgerechtigkeit und vieles mehr wären in einer Jamaika-Koalition am besten umsetzbar“, sagte er am Mittwoch. Für all das habe die Union zuvor im Wahlkampf gekämpft. Nun stehen jedoch alle Zeichen auf Ampel-Koalition, die auch laut Umfragen bei den Wähler:innen die favorisierte Variante ist.

Ploß attackierte außerdem die FDP. „Ich glaube nicht, dass die FDP die Versprechen, für die sie gewählt wurde, mit SPD und Grünen einhalten kann.”

Ploß will Österreich als Vorbild

Der Hamburger CDU-Chef hatte zuletzt auf sich aufmerksam gemacht, weil er für die CDU eine Erneuerung wie sie die ÖVP mit Kanzler Sebastian Kurz in Österreich durchgemacht hat, vorschlug. An diesem Mittwoch gab es indes Razzien im österreichischen Bundeskanzleramt und in Räumlichkeiten der ÖVP. Es geht um Untreue und Beihilfe zur Bestechlichkeit. (mp)

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