• Innensenator Andy Grote (SPD)
  • Foto: picture alliance/dpa

„Pimmel-Gate”: Ultras St. Pauli attackieren Senator Grote

Nach der Hausdurchsuchung eines Twitter-Nutzers, der Innensenator Andy Grote (SPD) als „Pimmel“ beleidigt hatte, haben die Ultras St. Pauli ein Transparent ans Millerntor-Stadion gehängt. Darauf erheben sie schwere Vorwürfe gegen Grote.

Konkret werfen die Fans Hamburgs Innensenator Amtsmissbrauch vor: Auf das Transparent schrieben sie „Amtsmissbrauch trifft Peniswitze“ und „Zoo bleibt stabil! Scheiß Andy Grote!“. Sie teilten ein Foto davon auf ihrer Website mit den Worten: „Sankt Pauli hält zusammen!“ Am Donnerstagvormittag hing das Transparent jedoch bereits nicht mehr vor dem Stadion.

Grotes „Pimmel-Gate”: Ultras St. Pauli finden klare Worte

Der Grund: Ein Twitter-Nutzer mit dem Namen „ZooSt.Pauli“ hatte am Mittwoch öffentlich gemacht, dass am frühen Morgen seine Wohnung von sechs Beamten durchsucht worden sei. In einem Tweet von Andy Grote, den dieser Ende Mai verfasst hatte, schrieb der User: „Du bist so 1 Pimmel“. Monate später folgte daraufhin nun die Hausdurchsuchung, worüber sich der Betroffene auf Twitter ärgerte. In den sozialen Medien sorgt der Einsatz für große Diskussionen: Der Hashtag #PimmelGrote war am Mittwochnachmittag der Top-Trend bei Twitter.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag die Hausdurchsuchung. „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Hamburg einen Durchsuchungsbeschluss erlassen“, sagte eine Sprecherin in Hamburg. „Ziel war es, herauszufinden, wer konkret Zugriff auf einen bestimmten Twitter-Account hat, von dem aus die Beleidigungen veröffentlicht wurden.“ Der Staatsanwaltschaft zufolge sind Durchsuchungen nach Beleidigungen im Internet in Hamburg nicht unüblich. In 2021 sei bereits eine mittlere zweistellige Zahl von entsprechenden Beschlüssen erlassen worden. (mhö)

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