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Parkplatznot in Altona: Jetzt soll der Stadtteil Parkzonen bekommen

Altona –

Parken ist in vielen Teilen Hamburgs ein Albtraum, vor allem für Anwohner. In Ballungsgebieten wie Altona gibt es zu Stoßzeiten kaum freie Plätze. Das soll sich jetzt ändern. Der Bezirk pant für Altona-Altstadt und Ottensen Bewohnerparkzonen. Nun sollen die Altonaer selbst entscheiden, welche Bereiche besonders nervig sind.

Viele Anwohner leiden unter dem Mangel an Auto-Stellplätzen. In manchen Bereichen rund um den Altonaer Bahnhof und bis zum Nobistor ist es fast unmöglich, einen Parkplatz zu finden, beklagen Bewohner und Bewohnerinnen. Durch eine Kennzeichenerhebung des Landesverkehrsbetriebes Verkehr (LBV) konnte das jetzt bestätigt werden.

Zahlen des LBV zeigen den akuten Parkraummangel in Hamburg-Altona

Die Auslastung des Parkraums liegt, nach der Analyse des LBV, in Altona-Altstadt in den Hauptverkehrszeiten bei über 95 Prozent. Im nördlichen Bereich um den Stuhlmannplatz läge diese sogar bei über 110 Prozent. Auch im südlichen Bereich um die Königsstraße sieht es nicht besser aus: Hier sind, laut den Angaben des LBV, rund 90 Prozent der Parkflächen belegt.

Im Video: Das halten die Hamburger von Anwohnerparkplätzen

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Problem sei das Dauerparken der Pendler: In den Straßen Palmaille und Nobistor seinen zwei Drittel der verfügbaren Abstellfläche langfristig besetzt. Auch käme es in einigen Straßen vermehrt zu Parkverstößen, die die Sicherheit im Straßenverkehr gefährdeten.

Senat schlägt Bewohnerstellplätze vor: Online-Umfrage soll über Parkplatzbau entscheiden

Vier neue Bewohnerparkzonen sollen jetzt Abhilfe schaffen. Bei den Parkgebieten handelt es sich um fest definierte Bereiche, innerhalb dessen Anwohner von Höchstparkdauer und Zahlung der Gebühren ausgeschlossen sind, sofern sie einen kostenpflichtigen Bewohnerparkausweis beantragen. Der Ausweis sichert allerdings keinen speziellen Parkplatz, sondern erlaubt nur das Nutzen der freien Flächen innerhalb der Zonen.

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Vier Bewohnerparkzonen sieht die Konzeption des LBV für Altona vor.

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Landesbetrieb Verkehr (LBV)

Ab dem 15. Juni startet der LBV eine Online-Umfrage, die die genervten Anwohner nach ihrer Zustimmung zu dem geplanten Parkgebiet befragen soll. Laut Aussage des LBV könnte das Projekt bei entsprechender Resonanz im vierten Quartal 2020 umgesetzt werden.

Auch auf der anderen Seite der Max-Brauer-Allee wird an Parkzonen geplant. In Ottensen sieht es nämlich ebenfalls düster aus für Anwohner in Stoßzeiten einen Parkplatz zu finden. Nach MOPO-Informationen ist für Herbst eine Regelung im Bezirk angedacht. (vst)

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