„Marianne (l) und Corall, Helferinnen bei „Deintopf“, berichten von dem unbekannten Spender.
  • „Marianne (l) und Corall, Helferinnen bei „Deintopf“, berichten von dem unbekannten Spender.
  • Foto: Patrick Sun

Paar beschenkt Bedürftige in Hamburg: „Sie stiegen aus und verteilten 50-Euro-Scheine“

Karolinenviertel –

Mit dieser Überraschung hatten die Gäste der Initiative „Deintopf“ sicherlich nicht gerechnet. Sie stellten sich am Samstagnachmittag in der Turnerstraße für ein Mittagessen an – und bekamen plötzlich jeder 50 Euro in die Hand gedrückt! 

„Toll, dass es Menschen wie diesen Mann gibt“, ließ das Team hinter „Deintopf“ der Freude in den sozialen Netzwerke freien Lauf. „Wir wünschen dir von Herzen alles Liebe, unbekannter Spender!“ Was war passiert?

Hamburg: Unbekannte Spender verschenken Geld – einfach so!

Im ersten Moment ist die Geschichte kaum zu glauben. Ein unbekannter Mann soll aus einem Auto gestiegen sein und 50-Euro-Scheine an zahlreiche bedürftige Hamburgerinnen und Hamburger verteilt haben? Einfach so? Ja, bekräftigt „Deintopf“ mit dem Hashtag „#klingtwieeinmärchenistaberwirklichgeradepassiert“.

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Die beiden „Deintopf“-Helferinnen Marianne und Corall berichten der MOPO, was ihnen von den Wartenden erzählt wurde. Demnach habe ein Paar in der Nähe der Warteschlange mit einem „Drive Now“ ausparken wollen. Die Bedürftigen hätten geholfen, da der Wagen recht zugeparkt war. Dann seien die beiden weggefahren.

Paar bekam Hilfe von Bedürftigen — und bedankte sich umgehend

Wenig später sollen die beiden dann wieder gekommen sein – und hätten jedem der circa 15 Wartenden einen 50-Euro-Schein in die Hand gedrückt. Die konnten ihr Glück kaum fassen.

Der Mann habe dann noch gesagt, er hätte gerade einen Bonus erhalten, den er jetzt an die Bedürftigen verteile. Und so schnell, wie das Paar vorbeigekommen war, verschwand es auch wieder.

„Deintopf“ in Hamburg: Mittagessen und Lebensmittel für Bedürftige

„Deintopf“ versorgt seit fast einem Jahr Menschen mit Mittagessen und Lebensmitteln, denen es ansonsten wirtschaftlich nicht gerade gut geht. Studierende, die ihren Nebenjob verloren haben, Senior*innen, Obdachlose, Familien – all diese Gruppen gehören zu den Gästen.

Andrea De Luna vor dem Happenpappen im Karoviertel.

Andrea de Luna mit dem Team vom Happenpappen im Karoviertel. 

Foto:

Deintopf

Die Idee zu „Deintopf“ hatte Andrea de Luna. Als „Ehrenamtliche aus Leidenschaft“ und „Hamburgs heimlichen Engel“ porträtierte die MOPO die Hamburgerin bereits im vergangenen Sommer. „Ich würde mir wünschen, dass die Gesellschaft wieder mehr auf das Miteinander achtet“, begründete de Luna damals ihren Antrieb für das Engagement.

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