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Organisation in Hamburg: Tatort-Schauspielerin sammelt Spenden für Frauenhäuser

Am kommenden Dienstag ist es wieder soweit: Die Gruppe „help for helpers“ um die Hamburger Schauspielerin Nele Demirbaga („Tatort“, „Club der roten Bänder“) ruft zu Spenden auf – dieses Mal für Frauenhäuser. Der Aufwand für die Spender ist dabei extrem klein. Warum das so ist und was die Gruppe antreibt, erklärt Demirbaga. 

Stolze 36.100 Abonnenten hat die Schauspielerin auf Instagram, postet Bilder von und mit ihren kleinen Töchtern, von sich selbst im Bikini sowie Selfies aus dem Skiurlaub und teilt in ihrer Story Schwangerschaftstipps und Schnappschüsse aus Paris, Kapstadt und Mallorca.

Aber das ist nicht alles. Hinter der hübschen, sympathischen Schauspielerin, die sich seit der Geburt ihrer ältesten Tochter vor drei Jahren voll und ganz auf das „Muttersein“ konzentriert und den Job vorerst an den Nagel gehängt hat, verbirgt sich mehr.

In Corona-Zeiten: Hamburger Schauspielerin startete Hilfsprojekt

„Seitdem ich Mama bin, habe ich ein Riesenherz für Kinder entwickelt und möchte einfach helfen. Dafür möchte ich auch meine Reichweite auf Social Media nutzen.“

Demirbaga nutzte ihre Babypause also effektiv und wurde nicht nur Botschafterin für „Kolibri e.V.“, das krebskranken Kindern hilft, und für ein Kinderheim in Kapstadt, sondern gründete auch ihr eigenes Projekt zur Unterstützung von Bedürftigen.

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Bei der ersten Spendenaktion im April sammelte „help for helpers“ große Mengen an Lebensmitteln und Hygieneartikeln sowie Geld für die „Arche“

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Gemeinsam mit ihrem kleinen Team baute sie Anfang April die Organisation „help for helpers“ auf. „Das war genau zu Beginn des Lockdowns, als alles dichtmachen musste. Unter anderem die Arche, die bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Da haben wir beschlossen, die Arche zu unterstützen.“

Sach- und Geldspenden für Hamburger „help for helpers“

Auf Social Media rief „help for helpers“ dazu auf, Lebensmittelspenden vor der eigenen Haustür zu platzieren, wo sie dann abgeholt, sortiert und der Arche zur Verfügung gestellt wurden. „Wir wollen das Helfen so einfach wie möglich machen. Denn viele Menschen möchten gern unterstützen, wissen aber nicht genau wie oder scheuen den Aufwand. Also helfen wir den Helfern. Dabei wollen wir in mehreren Runden mit verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten.“

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Auch wenn die erste Runde des Projekts aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht ganz reibungslos verlief, ist Demirbaga mehr als zufrieden. „Die Resonanz war überwältigend, sodass wir mit dem Einsammeln und Sortieren kaum hinterherkamen. Wir konnten nicht nur Nahrungsmittel und Hygieneartikel sammeln, sondern auch Spenden in einer Höhe von 607,71 Euro.“

Für Hamburger Frauenhäuser: Organisation ruft zu Spenden auf

Auch Sponsoren wie „Pampers“, die Windelgutscheine spendeten, und einen Kinderbuchautor konnte die junge Hamburger Gruppe für sich gewinnen.

Die nächste Aktion steht schon in den Startlöchern: Am kommenden Dienstag werden die Hamburger wieder dazu aufgerufen, Spenden vor ihren Türen zu platzieren. Diesmal kooperiert „help for helpers“ mit den Hamburger Frauenhäusern und hofft auf Hygienemittel, Haushaltswaren und Kleidung. Auch jetzt wird auf Instagram wieder fleißig die Werbetrommel gerührt. Auf der Website www.helpforhelpers.de finden Interessierte alle weiteren Informationen dazu, wie genau sie teilnehmen können.

Auch in weiteren Städten wie Stuttgart, München, Köln, Berlin und vielen mehr gibt es inzwischen „help for helpers“-Gruppen. „Als wir angefangen haben, war relativ schnell klar, dass es den Bedarf in so ziemlich allen Städten gibt. Deshalb haben wir kleinen Teams vor Ort beim Start geholfen und sie auf Social Media gepusht, sodass das Projekt nun bundesweit vertreten wird.“

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