00c5106d5845717b940edaa0d1f1cde6_so-koennte-ein-grabstein-aussehen-bei-diesem-exemplar-handelt-es-sich-um-ein-muster
  • Foto: Patrick Sun

Ohlsdorfer Friedhof: Hier sind jetzt ganz besondere Grabbeigaben möglich

Ohlsdorf –

Nie mehr getrennt von Mieze oder Waldi: Auf dem Ohlsdorfer Friedhof können Herrchen oder Frauchen jetzt auch nach dem Tod mit ihren Haustieren vereint bleiben. Eingeäscherte Hunde, Katzen oder Vögel kommen als Grabbeigabe unter die Erde.

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg können sich Menschen und Haustiere jetzt gemeinsam beisetzen lassen. Seit Montag könnten Grabstätten im Gemeinschaftsgarten erworben werden, teilte der Sprecher der Friedhofsverwaltung, Lutz Rehkopf, mit.

Die gesetzliche Grundlage dafür hatte die Bürgerschaft bereits im vergangenen Oktober beschlossen. Menschen können zwischen Sarg- und Urnenbestattung wählen, Tiere gälten als „Grabbeigabe“ und müssten vor der Beisetzung in einem Tierkrematorium eingeäschert werden, hieß es. Die Grabgebühren entsprächen der üblichen Höhe und seien für 25 Jahre im Voraus zu entrichten.

Friedhof Ohlsdorf: Menschen und Haustiere in einem Grab

Bei einem Beteiligungsverfahren zum Entwicklungsprogramm Ohlsdorf 2050 hätten viele Bürger den Wunsch nach einer gemeinsamen Bestattung geäußert. „Haustiere werden vielfach als Familienmitglied empfunden und bedeuten, besonders nach dem Verlust eines Lebenspartners oder einer -partnerin, eine wichtige seelische Stütze“, erklärte der Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe, Carsten Helberg.

Das könnte Sie auch interessieren: Grab von Jan Fedder – Für Fans gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, Abschied zu nehmen

Es hätten sich gleich nach Bekanntwerden des Projekts zwölf Interessierte gemeldet, sagte Rehkopf. Menschen und Tiere müssten nicht gleichzeitig beigesetzt werden. Die Friedhofsverwaltung habe zunächst die gemeinsame Bestattung mit Hunden, Katzen, Kanarienvögeln oder auch Fischen erlaubt. Der Sprecher schloss aber die Beisetzung von größeren Haustieren wie Pferden nicht aus. Auf den Grabsteinen könne das Tier mit Namen und einem Symbol verewigt werden.

Neuer Inhalt (10)

So könnte ein Grabstein aussehen. Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein Muster. 

Foto:

Patrick Sun

Rehkopf fügte jedoch hinzu: „Wir haben die Regel, dass der Mensch Vorrang vor dem Tier hat.“ Grabsteine und Bepflanzung für Tiere dürften darum nicht größer als die für Menschen sein. Der Ohlsdorfer Friedhof ist nach eigenen Angaben mit knapp 390 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. (dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp