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Öffentlicher Dienst: Warnstreik: Jetzt sind die Museen, Bücherhallen und der Hafen dran

City –

Der Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes geht weiter: Am Mittwoch wollen die Beschäftigten der Hamburger Bücherhallen, der Museen, der Messe und des Hafens für höhere Löhne demonstrieren. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Warnstreik auf.

Wer am Mittwochvormittag ins Museum oder in die Kunsthalle will, muss mit Wartezeiten rechnen. Auch Bücherwürmer müssen sich gedulden. Um zehn Uhr treffen sich die Beschäftigten an der Ecke Jungfernstieg/Neuer Jungfernstieg zur Kundgebung. Auf der Binnenalster soll mit einer Kanu-Demo die Aufmerksamkeit auf das Anliegen der Beschäftigten gezogen werden.

Verdi Warnstreik

Am Mittwoch geht es weiter: Beschäftigte der Museen, Bücherhallen, des Hafens und Azubis treten in den Warnstreik.

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Hamburg: Warnstreik und Demo am Mittwoch an der Binnenalster

„Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber ist ein Schlag ins Gesicht für unsere Kolleginnen und Kollegen und zeugt von Provokation statt Wertschätzung“, erklärte Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin von Verdi in Hamburg. „Gerade in einer Stadt wie Hamburg würde es den Politikern gut zu Gesicht stehen, die Beschäftigten adäquat zu bezahlen und ihnen gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Ich erwarte auch von den Arbeitgebern, dass sie jetzt schnellstens ein Angebot auf Augenhöhe bieten, um in dieser schwierigen Zeit zügig zu einem Ergebnis zu kommen.“

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro im Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In der vergangenen Woche hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt: Innerhalb von drei Jahren sollen die Löhne um 3,5 Prozent angehoben werden. Außerdem sollen die Beschäftigten eine Corona-Sonderzahlung erhalten.

Gewerkschaft: Angebot der Arbeitgeber reicht nicht

Verdi ist das nicht genug. „Im Moment sind die Kolleginnen und Kollegen von vielen ‚Aufs und Abs‘ betroffen und müssen darum bangen, dass die Theater noch mehr in große finanzielle Schwierigkeiten geraten“, so Agnes Schreieder, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Medien, Kunst und Industrie. „Auch sie brauchen ein Ergebnis, das ihnen die Zukunft sichert.“

Und Mesut Demirtas von der Verdi-Jugend Hamburg, der die Auszubildenden vertritt, erklärte: „Unsere Jugendlichen und Azubis müssen auch in Hamburg überleben können. Die Mieten sind teuer, die Lebenshaltungskosten sind hoch und die Möglichkeiten, an der kulturellen Vielfalt teilzuhaben, sind begrenzt. Die Forderung nach einem monatlichen Mindestbetrag von 100 Euro ist deshalb angemessen und richtig.“ (ng)

 

 

 

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