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  • Foto: Screenshot Twitter

Null Reue: So erklärt der Linken-Teenie seinen Tweet zum „Klima-Holocaust“

„Was tun die Politiker gegen den Klima-Holocaust“? twitterte Tom Radtke (18), Bürgerschaftskandidat der Hamburger Linken – ausgerechnet am Auschwitz-Gedenktag. In der „Welt“ erklärt der Nachwuchspolitiker nun, warum er den inzwischen gelöschten Skandal-Tweet auch nach dem öffentlichen Aufschrei seiner Partei nicht als Fehler betrachtet.

Auf den Hinweis der „Welt“, es sei ja wohl ein Unterschied zwischen der Erderwärmung und einem industriell geplanten Massenmord, erklärt Tom Radtke – von keinerlei Selbstzweifel geplagt: „Ich hätte klarer schreiben müssen, was für ein schreckliches Ereignis Auschwitz war.“

Tom Radtke zum „Klima-Holocaust“

Er sei antifaschistisch, betont der Teenager. Der Tweet sei aber kein Fehler gewesen, weil es nie falsch sei, auf die Klimakrise hinzuweisen. Radtkes einziges Zugeständnis:  „Ich hätte aber besser erklären sollen, was ich meine. Auschwitz können wir nicht rückgängig machen. Aber den Klimawandel können wir noch stoppen.“

Tom Radtke kandidiert für die Linke auf Listenplatz 20 für die Bürgerschaft.

Tom Radtke kandidiert für die Linke auf Listenplatz 20 für die Bürgerschaft.

Foto:

Linke Hamburg

Tom Radke sagt, Parteiauschluss sei vom Tisch – Linke widerspricht

Dann behauptet er, das Parteiausschlussverfahren der Linken gegen ihn sei „vom Tisch“, was die Partei via Twitter umgehend zurückwies.

Schuld- oder auch nur Problembewusstsein zeigt Radtke im „Welt“-Interview nicht. Dass sich auch die Aktivisten von Fridays for Future inzwischen von ihm distanzieren, führt der Teenager nicht auf eigenes Fehlverhalten, sondern auf „Grünen-Sympathisanten“ zurück, die bei der Schülerbewegung an „zentralen Stellen“ sitzen. Die würden ihn als Linken „rausdrängen“ wollen. (mp)

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