Zwei junge Frauen vom Verein Weciety
  • Gäste beim Nklub: Lena Bücker und Tatjana Büchler vom Verein „Weciety“
  • Foto: Nklub

NKlub die Show: Von hässlichen Wahlplakaten und schönen Möbeln

Der „N Klub“, Hamburgs Tummelplatz für alle, die die Welt ein bisschen nachhaltiger machen wollen, fand coronabedingt zum 4. Mal als Streaming-Show statt – diesmal zu Gast bei „Stilbruch“, dem Second Hand Kaufhaus der Hamburger Stadtreinigung: Ein zweites Leben für guterhaltene Möbelstücke, Nachhaltigkeit kann richtig gemütlich sein. Zu Gast unter anderen: Marcus Weinberg (CDU) und Katharina Beck (Grüne).

Brauchen wir die hässlichen Wahlplakate am Straßenrand eigentlich noch in Zeiten von Social Media? Und hat die CDU den Klimaschutz eigentlich verschlafen? Zu diesen Themen fühlte Nklub-Gründer Lars Meier seinen beiden Talkgästen aus der Politik auf den Zahn, gewohnt direkt und mit diesem gewissen Charme, der die Gesprächspartner dazu bringt, auch mal ein paar Dinge zu sagen, die sie eigentlich gar nicht preisgeben wollten.

Nur soviel: Katharina Beck verwehrt sich gegen die Behauptung, alle Wahlplakate seien hässlich: „Ich finde, meine sind nicht hässlich!“ Natürlich geht es auch um die Ziele, die Weinberg und Beck für die Hamburg in Berlin erreichen wollen, wenn sie (wieder)gewählt werden.

Lars Meier mit Katharina Beck und Marcus Weinberg
Lars Meier mit Katharina Beck und Marcus Weinberg.

Durch die Nklub-Show führt Moderatorin Andrea Gerhard, die mit Stilbruch-Betriebsleiter Roman Hottgenroth über diesen „Flohmarkt ohne Regen“ spricht, über die größten Schätze der vergangenen 20 Jahre und wie der Nachhaltigkeitsgedanke neue Kundschaft zum „Stilbruch“ lockt.

Moderatorin Andrea Gerhard
Führt durch die Nklub-Streamingshow: Moderatorin Andrea Gerhard

Das Herzstück eines jeden Nklubs aber sind die „100 Sekunden“, in denen Projekte und Initiativen ihre Ziele vorstellen können. Diesmal dabei: unter anderen „Oclean“, wohinter die drei Schwestern Hanna, Lena und Marie stehen, die eine große Müllsammelbewegung an Elbe und Alster ins Leben gerufen haben – und gemeinsam schon mal 300 Kilo Müll in einer Stunde aufklauben. Oder der Verein „weciety“, der sich im Netz und offline mit der Frage befasst „In welcher Gesellschaft willst du leben?“ Ziel: Menschen über den Tellerrand schauen lassen und miteinander zu verbinden. das passt gut: Netzwerke zu bilden unter engagierten, ideenreichen Menschen ist ja auch das erklärte Ziel des Nklubs.

Sängerin Miu
Musik im Nklub: Sängerin Miu trug im Möbelhaus „Stilbruch“ einen Song vor.

Es werden 2.500 Euro Preisgeld von PSD Bank Nord Förderpreis überreicht, an den Verein „Besser zuhause e.V“, der sich darum kümmert, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen durch den Behördendschungel und zu den Fördertöpfen zu lotsen.

Musik gibt es natürlich auch, diesmal von Nina Graf, alias Songwriterin Miu. Alles in allem eine Streamingshow, die höchst unterhaltsam zeigt, von wie vielen Seiten man sich dem Thema Nachhaltigkeit nähern kann.

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