Die Kosten für Strom und Gas explodieren (Symbolbild).
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Wegen unbezahlter Rechnungen: So will Hamburg Energie-Sperren vermeiden

Die Kosten für Strom und Gas explodieren – deshalb gibt die Stadt Hamburg jetzt Tipps, wie Sperren wegen unbezahlter Rechnungen vermieden werden können. Wichtig sei es für Betroffene, ihre Zahlungsprobleme frühzeitig anzusprechen.

„Wir wollen gefährdete Haushalte über Hilfsangebote informieren, damit niemand in eine Notlage gerät“, sagte Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan (Grüne) am Donnerstag. Man sei zudem mit den Energieversorgern im Gespräch, damit es zu keinen Sperren komme.

Energiekrise: So will Hamburg Energiesperren vermeiden

„Auch der geplante Härtefallfonds soll dazu beitragen, Haushalte vor Energiesperren zu schützen“, sagte Kerstan. Der Senat will dafür 15 Millionen Euro zu Verfügung stellen. „Wichtig ist es für Betroffene, Zahlungsprobleme frühzeitig anzusprechen, damit eine Lösung gefunden werden kann.“

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Auf der Internetseite der Stadt und auf Infoblättern werde deshalb in leichter Sprache auf Hilfsangebote verwiesen. Die auf Deutsch, Türkisch, Englisch, Französisch, Russisch und Ukrainisch verfassten Texte seien im Rahmen des Runden Tischs zur Vermeidung von Energiesperren mit Versorgern, der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung, Wohlfahrtsverbänden, der Verbraucherzentrale, dem Jobcenter sowie mit Behörden und Netzbetreibern abgestimmt.

„In der jetzigen Situation ist es wichtiger denn je, dass wir alle zusammenstehen, um diese Energiekrise zu meistern“, sagte Kerstan.

Energiekrise: Gewerkschaft fordert zweite Pauschale

Hamburgs Gewerkschafts-Chefin Tanja Chawla verwies unterdessen auf die prekäre Situation vieler älterer Menschen und forderte eine zweite Energiepreispauschale von 500 Euro explizit auch für Rentner. Viele Senioren ließen in diesem Winter die Heizung aus, „aus Angst, dass sie die hohen Kosten sonst nicht mehr bezahlen können“, erklärte sie. Rentner hätten keinen Arbeitgeber, von dem sie eine Zusatzzahlung für die Energiekosten bekommen könnten. „Hier muss der Bund einspringen.“ (dpa/mp)

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