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Gerade für Kinder ist Neurodermitis mit Leidensdruck verbunden.
  • Gerade für Kinder ist Neurodermitis mit Leidensdruck verbunden.
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Nicht heilbar: Krankenkasse warnt vor Erkrankung – immer mehr Hamburger betroffen

Juckender Hautausschlag, der den Betroffenen häufig auch psychisch zu schaffen macht: Neurodermitis ist zwar nicht ansteckend, aber auch nicht heilbar. Die Zahl der Betroffenen steigt – auch in Hamburg. Im Herbst ist es für die Erkrankten besonders schlimm.

Immer mehr Menschen in Hamburg leiden unter Neurodermitis – vor allem bei Kindern ist die Hautkrankheit auf dem Vormarsch. Das zeigt eine Untersuchung der „Barmer“. Die Krankenkasse hat die Zahl der Diagnosen aus den Jahren 2012 bis 2022 ausgewertet. Demnach stieg in Hamburg die Zahl der Menschen, die an der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung leiden, in diesem Zeitraum um rund zwölf Prozent von gut 75.500 auf knapp 85.000.

„Vor allem im Herbst kommt es zu Neurodermitis-Schüben, da die kühlen Außentemperaturen und die trockene Heizungsluft der Haut besonders zusetzen“, so die „Barmer“-Landesgeschäftsführerin Susanne Klein.

Neurodermitis: Am häufigsten sind Kinder bis neun Jahre betroffen.

Je nach Alter seien die Zahlen unterschiedlich. Am häufigsten seien Kinder bis neun Jahre betroffen. In dieser Altersgruppe werde Neurodermitis bei 11,6 Prozent der Kinder diagnostiziert. Mehr als jedes zehnte Kind ist hier also betroffen. Bei den 10- bis 19-Jährigen sind es den Angaben zufolge noch 6,1 Prozent. Bei über 20-Jährigen sinke die Betroffenheitsrate dann stetig bis auf ein Niveau von gut zwei Prozent.

„Neurodermitis wird vor allem bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen diagnostiziert. Das mag auch daran liegen, dass beim erstmaligen Auftreten die Symptome ärztlich abgeklärt werden wollen“, sagte Klein. Die nicht ansteckende Krankheit sei zwar nicht heilbar. „Im Erwachsenenalter kommt es aber häufiger zu symptomfreien Phasen.“

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Eines der schwerwiegendsten Symptome sei juckender Hautausschlag, der auch psychisch sehr belaste. Faktoren wie Rauchen, Luftverschmutzung, übertriebene Hygiene oder Stress könnten das Krankheitsbild verstärken. Auch seien Frauen und Männer unterschiedlich häufig betroffen. So hätten die Zahlen ergeben, dass im vergangenen Jahr in Hamburg im Durchschnitt 4,9 Prozent der Frauen und 4 Prozent der Männer an Neurodermitis erkrankt waren. (dpa)

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