Mit Hilfe von Lastenrädern werden die Pakete vom Citydepot ausgeliefert.
  • Ein solches Mikro-Depot gibt es bereits in der Altstadt. Mit Hilfe von Lastenrädern werden die Pakete vom Citydepot ausgeliefert.
  • Foto: Patrick Sun

„Micro-Hub“ in Altona soll Verkehr beruhigen und grüner machen

In Altona soll ein neuer sogenannter „Micro-Hub“ entstehen. Das Warenlager soll dazu beitragen, den Lieferverkehr in dem bevölkerungsreichen Stadtteil ein bisschen umweltverträglicher zu machen.

„Micro-Hubs“ werden in der Regel nur einmal am Tag mit einem größeren Fahrzeug beliefert. Die dort abgegeben Pakete gelangen dann zu Fuß, per Lastenrad oder mit einem geeigneten elektro-mobilisierten Kleinfahrzeug zu den Endkunden. Dadurch sollen Verkehrsströme entlastet und Emissionen aus dem Lieferverkehr reduziert werden.

Warenlager in Altona geplant

Die Entwicklung des Lagers findet im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Innovationsprojekts MOVE21 statt. In den kommenden vier Jahren wird Hamburg im Rahmen des Projekts gemeinsam mit den Städten Oslo und Göteborg sowie weiteren lokalen und europäischen Partnern neue Lösungen in den Bereichen Logistik und Mobilität erproben. Die Bevölkerung wird dabei laut dem Senat in einem breit angelegten Beteiligungsprozess ihre Bedürfnisse und Wünsche einbringen können und so die zu entwickelnden Lösungen mitgestalten.

„Hamburg hat sich klare Ziele in Bezug auf die Reduzierung klimaschädlicher Gase aus dem Verkehrssektor gesetzt. Durch die Entwicklung von innovativen Micro-Hubs, die gleichzeitig dem Personen- und Warenverkehr dienen, wird das EU-Projekt MOVE21 hierzu wichtige, ganz konkrete Beiträge leisten“, sagt Almut Möller, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten.


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Der im Rahmen von MOVE21 zu entwickelnde „Micro-Hub“ soll laut Senat noch weitere Funktionen bekommen, beispielsweise als Einwohnertreffpunkt.

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Ein Warendepot dieser Art wurde bereits im Januar in der Altstadt errichtet und wird gemeinsam von der Hochbahn, Rewe, Hermes und der Deutschen Post für Warensendungen genutzt. In Zukunft soll in Hamburg ein Netz aus verschiedenen „Micro-Hubs“ entstehen und zur Beruhigung des Verkehrs und zur Reduzierung von Emissionen beitragen. (prei)

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