• Unter strengem Blick: Eine junge Frau wird in Hamburg zur Busfahrerin ausgebildet (Archivbild).
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Nach Unfall in Bergedorf: Wie werden Hamburgs Busfahrer geschult?

Bergedorf –

Der Unfall war spektakulär. Am Mittwoch ist ein Bus in das Gebäude vom Bahnhof Bergedorf gefahren, das halbe Fahrzeug ragte plötzlich über den Rolltreppen auf. Ein Unglück, das nur selten passiert – schließlich sind Hamburgs Busfahrer gut geschult.

Bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH), zu denen das Unfallfahrzeug gehört, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, Busfahrer zu werden. „Für Jugendliche und junge Erwachsene bieten wir die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb an“, heißt es vom Unternehmen. Für alle anderen, die direkt in den Beruf im Fahrdienst einsteigen möchten, bietet das Busunternehmen Schulungen in der betriebseigenen Fahrschule an.

Hamburg: So lange dauert die Busfahrer-Ausbildung

„Die VHH-Fahrschule ist aktuell die einzige Fahrschule im Bereich Öffentlicher Nahverkehr in ganz Deutschland, die auch eine Ausbildung zum bzw. zur Busfahrer*in in Teilzeit anbietet“, so das Unternehmen. „Damit möchten wir auch denjenigen die Ausbildung ermöglichen, die z.B. aufgrund von familiären Verpflichtungen keine Ausbildung in Vollzeit wahrnehmen können.“ Wird die Fahrschule in Vollzeit absolviert, dauert sie 4,5 Monate, in Teilzeit 6,5 Monate.

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So oder so werden die Linienbusfahrer sowohl auf Solo- als auch Gelenkbussen ausgebildet. „Sie umfasst den Führerschein der Klasse D in Theorie und Praxis sowie die beschleunigte Grundqualifikation“, so die VHH. Die Fahrschule übernimmt die Einweisung in neue Bus-Typen für das gesamte Unternehmen. Es werden auch Überprüfungsfahrten und Nachschulungen durchgeführt.

Hamburger Busfahrer müssen regelmäßig zur Nachschulung

„Einmal im Jahr veranstaltet die VHH Schulungen für alle Busfahrer im Unternehmen“, so die VHH. „Denn wir möchten, dass unsere Fahrgäste auf kompetentes und gut geschultes Personal treffen, auf das sie sich verlassen können“, heißt es. Die Inhalte richten sich nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Die Themen wechseln im Fünfjahresrhythmus. Auch der Umgang mit neuen Fahrzeugen, besonders wenn es um Elektromobilität geht, wird bei dem Unternehmen regelmäßig geschult.

„Die Busfahrer der VHH üben einen sehr verantwortungsvollen Beruf aus, denn sie tragen die Verantwortung für ihre Fahrgäste, den Bus und die anderen Verkehrsteilnehmer“, heißt es von dem Unternehmen. Die Fahrer stünden jederzeit im Funkkontakt mit den Disponenten in den Leitstelle – aber sie seien auch in der Lage, vor Ort Entscheidungen zu treffen und selbstständig zu arbeiten.

Bei der VHH sind rund 2.100 Mitarbeiter beschäftigt. Sie kommen aus insgesamt 60 verschiedenen Ländern.

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