Der Täter soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft lebenslang ins Gefängnis. Eine vorzeitige Haftentlassung soll zudem für den 50-Jährigen dann nicht möglich sein.
  • Der Täter soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft lebenslang ins Gefängnis. Eine vorzeitige Haftentlassung soll zudem für den 50-Jährigen dann nicht möglich sein.
  • Foto: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Nach Horror-Tat in Hamburg: Frau und Sohn angezündet: Täter droht lebenslange Haft

Diese Horror-Tat im Mai vergangenen Jahres schockierte ganz Hamburg: Ein Vater stach in einer Wohnung in Lurup erst auf seine Ex-Frau ein und zündete dann sie und auch seinen Sohn an. Beide überlebten nur knapp. Nun fordert die Staatsanwaltschaft, die dem 50-Jährigen zweifachen Mordversuch vorwirft, eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Urteil wird kommenden Dienstag erwartet.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat für den Mann, der seine Ex-Frau und seinen zehnjährigen Sohn mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

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Wie ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag sagte, beantragte die Anklage am Mittwoch zudem die besondere Schwere der Schuld.

Hamburg: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft 

In dem Fall wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Am Donnerstag wurde das Plädoyer der Verteidigung erwartet, am Dienstag könnte das Landgericht das Urteil sprechen. Zuvor hatte NDR 90,3 darüber berichtet.

Prozess in Hamburg: Täter wird zweifacher Mord vorgeworfen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann zweifachen Mordversuch vor. Er soll am 1. Mai zunächst auf die damals 40-jährige Frau eingestochen haben. Dann habe er seinen zehnjährigen Sohn und die Frau in der Wohnung in Lurup mit Benzin überschüttet und angezündet.

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Die zwölfjährige Tochter konnte sich – obwohl ebenfalls mit Benzin übergossen – auf einen Balkon der brennenden Wohnung retten und die Rettungskräfte alarmieren. In den Tagen vor dem Angriff hatte die Frau nach Angaben der Staatsanwältin erklärt, dass die Trennung endgültig sei.

Die Mutter und der Sohn überlebten mit lebensgefährlichen Verletzungen. Die Wohnung brannte komplett aus. Auch der Vater erlitt schwere Brandverletzungen. (dpa/maw)

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