NDR-Intendant Joachim Knuth hat sich kritisch zum Thema Meinungsvielfalt bei den Öffentlich-Rechtlichen geäußert.
  • NDR-Intendant Joachim Knuth hat sich kritisch zum Thema Meinungsvielfalt bei den Öffentlich-Rechtlichen geäußert.
  • Foto: picture alliance/dpa

„Müsst Hefe in den Teig tun“: NDR-Intendant über Meinungsvielfalt bei ARD und ZDF

NDR-Intendant Joachim Knuth hat sich kritisch zum Thema Meinungsvielfalt bei den Öffentlich-Rechtlichen geäußert und fordert ARD und ZDF auf, in den eigenen Reihen noch stärker darauf zu achten. Die Sorge ist begründet: Laut einer Umfrage würden 92 Prozent der ARD-Volontäre SPD, Grüne oder Linke wählen.

Laut Knuth dürfe man nicht den Eindruck erwecken, die Öffentlich-Rechtlichen wollten „missionieren”. „Wir sollen Themen aufgreifen und einordnen, die Menschen zum Nachdenken anregen, aber wir sollen ihnen nicht sagen, wie sie zu denken haben“, sagte der NDR-Intendant im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Hamburg: Meinungsvielfalt wird Arbeit „maßgeblich bestimmen“

Er sei Journalist geworden, um Leute schlauer zu machen – und nicht durch „Polarisierung erregter“. Seiner Meinung nach werde das Thema Meinungsvielfalt die Arbeit der Journalisten in den nächsten Jahren „maßgeblich bestimmen“. 

NDR-Intendant: „Ihr müsst Hefe in euren Teig tun“

„Ich diskutiere das mit Redaktionen und sage: Es ist nicht gut, wenn ihr euch zu einig seid. Ihr müsst Hefe in euren Teig tun, damit es Gärungsprozesse gibt.“

Diese Aussagen sind nicht unbegründet: Nach einer aktuellen Umfrage der Verbandszeitung „Der Journalist“ zur politischen Einstellung bei angehenden Journalisten des ARD, gibt es eine starke Einigkeit. 

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Demnach würden unter den Volontären 92 Prozent Grüne, SPD oder Linke wählen – die CDU käme nicht einmal über die „Fünf-Prozent-Hürde“. (maw)

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