MOPO-Reporterin Annalena Barnickel testete das Fahrradparkhaus in der Kellinghusenstraße.
MOPO-Reporterin Annalena Barnickel testete das Fahrradparkhaus in der Kellinghusenstraße.
  • MOPO-Reporterin Annalena Barnickel testete das Fahrradparkhaus in der Kellinghusenstraße.
  • Foto: Patrick Sun

MOPO hat’s ausprobiert: So funktioniert Hamburgs erste öffentliche Rad-Garage

Eppendorf –

Fahrrad auf die Schiene stellen, einrasten, abschließen und los geht’s! An der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße wurde am Montag das erste öffentliche Fahrradparkhaus mit 600 geschützten Abstellplätzen eröffnet. Die MOPO hat sich das Parkhaus angeschaut und gleich mal getestet.

Zusammen mit den bereits früher fertiggestellten 400 Abstellplätzen im Umfeld der U3/U1-Haltestelle in Eppendorf soll der Umstieg zu Bus- und U-Bahn-Linien so deutlich vereinfacht werden.

Hamburg Eppendorf: Erstes Parkhaus für Fahrräder eröffnet

Das Parkgebäude am Loogeplatz besteht aus zwei Ebenen: Das obere Geschoss kann man mitsamt Fahrrad über eine Schieberampe erreichen. Ins Erdgeschoss gelangt man über eine befahrbare flache Rampe.

Das könnte Sie auch interessieren: HVV Switch — Darum freuen sich jetzt auch Hamburgs Autofahrer

Betrieben wird die Anlage von der P+R Betriebsgesellschaft, die für die stadtweite Umsetzung des Bike+Ride-Konzepts des Senats verantwortlich ist. Dieses 2015 beschlossene Konzept sieht vor, innerhalb von zehn Jahren 28.000 Fahrradstellplätze zu errichten.

Eppendorf: Fahrradparkhaus soll Bahnhof attraktiver machen

Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bezeichnet die Eröffnung des ersten innerstädtischen Fahrradparkhauses als einen „Meilenstein“. „Hier können Fahrgäste in zwei U-Bahn-Linien und zwei Metrobuslinien einsteigen. Diese Kombination ergänzt durch einen switch-Punkt mit Carsharing-Angeboten und einer Stadtrad-Station, ist nicht nur innovativ, sondern vor allem auf die individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen ausgerichtet“, sagt er. Das entlaste den begrenzten Verkehrsraum.

Auch Michael Werner-Boelz (Grüne), Bezirksamtsleiter von Hamburg-Nord, betont die Vorteile des neuen Parkhauses. „Zudem werden die gartenhistorisch wichtigen Hecken nun endlich von wild abgestellten Fahrrädern befreit und können sich regenerieren“, sagt er.

An der U-Bahn Station Kellinghusenstraße gibt es jetzt ein Fahrradparkhaus.

An der U-Bahn Station Kellinghusenstraße gibt es jetzt ein Fahrradparkhaus.

Foto:

Patrick Sun

145 Plätze in der unteren Ebene sind noch einmal besonders gesichert. Diese können online über ein elektronisches Buchungssystem für einen Euro pro Tag oder 90 Euro im Jahr gebucht werden. Anschließend erhält man eine Pin für den Zutritt zum Stellplatz. Die restlichen Stellplätze sind kostenfrei.

Hamburg Eppendorf: So funktioniert das neue Fahrradparkhaus

Und dann kann ich das Ganze schon einmal ausprobieren. Dafür ziehe ich die obere Schiene herunter, um das Fahrrad dort schräg reinstellen zu können. Das gestaltet sich ein wenig schweißtreibender als vorher gedacht.

Ist das Rad aber erst mal fest, geht der Rest fast wie von selbst: Das Fahrrad mit dem eigenen Schloss abschließen, die Schiene wieder hochklappen und zack kann’s losgehen Richtung U-Bahn, Bus oder einfach nur ins Stadtviertel selbst.

Neues Fahrradparkhaus an der Kellinghusenstraße in Eppendorf

Stellten das neue Fahrradparkhaus vor: Verkehrssenator Anjes Tjarks, P+R Geschäftsführer Jan Krampe, Hochbahn-Chef Henrik Falk und Bezirksamtsleiter von Hamburg Nord, Michael Werner-Boelz (v.l.n.r.)

Foto:

Patrick Sun

Insgesamt trägt die Stadt die Kosten für das Parkhaus in Höhe von drei Millionen Euro. Die U-Bahn Haltestelle Kellinghusenstraße wird täglich von über 80.000 Fahrgästen genutzt.

Sie ist außerdem mit den vorbeiführenden Velorouten vier und 13 an das Hamburger Veloroutennetz angeschlossen.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp