Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Hier gibt es eine Kurze Pause in der Ballinstadt.
  • Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Hier gibt es eine Kurze Pause in der Ballinstadt.
  • Foto: Anke Geffers

Der MOPO-Test: Hafenatmosphäre auf der Veloroute 10

Die Zeichen stehen auf Weinrot und später auf Lila. Wir haben spontan beschlossen, heute nicht mit der Bahn, sondern mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Am Hauptbahnhof geht’s los – mit dem Stadtrad in Richtung Süden auf den Velorouten 9 und 10.

Ok, das erste Stück vom Hauptbahnhof ist nicht unbedingt das, was Radfahrer wünschen. Zuviel Autoverkehr, zuviele unübersichtliche Straßenquerungen. Immerhin geht es bergab. Aber dann: von den Deichtorhallen immer am Wasser entlang auf der Route 9 in Richtung Elbbrücken, eine perfekt ausgebaute Strecke für Radfahrer, die auch gut genutzt wird. Weder Autos noch zu schmale Wege und immer was zu gucken. Vorbei am Mehr! Theater, vorbei am Großmarkt, schon sind wir an der Oldtimertankstalle angelangt. Jetzt schon Pause? Klar, bei dem Ambiente steigen wir kurz ab, trinken einen Kaffee und rollen dann gemütlich weiter bis zur Autobahn.

Zwei Räder auf der A1

Mit dem Rad auf der Autobahn über die Elbbrücken, das hat schon was. Wir verlassen jetzt die Route 9 und fahren auf der Veloroute 10 weiter, über die Neue Elbbrücke vorbei an der legendären Veddeler Fischgäststätte. Überhaupt: mit dem Fahrrad kommt man viel besser auf die Veddel als mit dem Auto. Auf dem Sieldeich geht es weiter, am Goldenen Haus vorbei, und dann über die Veddeler Brückenstraße zum Spreehafen.

Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Hier geht's über die Elbbrücken in Richtung Süden.
Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Hier geht’s über die Elbbrücken in Richtung Süden.

Museum mit Ausblick

Immer wieder gibt es was zu sehen – wer die Route fährt, sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Jetzt stehen wir vor der Ballinstadt, gucken vom Deich über den Müggendorfer Zollhafen und beschließen, den Besuch im Auswanderermuseum zu verschieben – dafür sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Das lilafarbene Schild mit der Nummer 10 haben wir entdeckt und radeln jetzt nach Georgswerder.

Unbekanntes Georgswerder

Niedergeorgswerder? Noch nie gehört. Sehr ruhig ist es hier, ländlich und ein bisschen unspektakulär. Zum Radfahren aber ideal. Und schon sind wir im nächsten Stadtteil angekommen – in Wilhelmsburg.

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Idylle an der Dove-Elbe

Die Kirchdorfer Straße führt über die Dove-Elbe und hier kommt tatsächlich so etwas wie Urlaubsgefühl auf. Paddelboote auf dem Wasser, blühende Gärten am Ufer – und die einzigen Radfahrer sind wir auch nicht. Im Hintergrund sehen wir die Flügel der Windmühle Johanna, vor uns am Siedenfelder Weg stehen uralte Reetdachhäuser und an der Ecke…gibt es sogar ein kleines Cafe, das Hofcafe. Erste Anlaufstelle für erschöpfte Radfahrer, für uns schon die zweite Pause auf dieser Tour.

Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Ein bisschen holprig, aber doch gut zu befahren.
Die Veloroute 10 im MOPO-Test: Leicht zu befahren mit einigen Schwachstellen im Harburger Hafen.

Angekommen am Hafen

Auf der Otto-Brenner-Straße geht es via Kornweide und König-Georg-Deich über die Alte Elbbrücke in Richtung Harburg – das kleine Stück über die Brücke teilen sich die Routen 10 und 11,  hinter der Brücke führt die Route elf weiter geradeaus, wir biegen nach rechts auf die Nartenstraße ab, die uns über den Veritaskai zum vielbefahrenen Harburger Hafen bringt. Radfahren ist hier nicht unbedingt ideal. Auf dem Lotseplatz schauen wir noch ma über den Binnenhafen und stellen dann das Rad ab.

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Für uns ist die Tour hier zuende. Anfang Oktober soll ein weiteres Stück der Veloroute 10 fertig gestellt sein – jetzt gerade wird an der Ecke Kanalplatz und Blohmstraße gebaut.  – wenn die Bauarbeiten Anfang Oktober   –  Vor einigen Wochen haben die Straßenbauarbeiten an der Ecke Kanalplatz und Blohmstraße zur Realisierung eines weiteren Abschnitts der Veloroute 10 begonnen.Wenn alles fertig ist, führt die Veloroute 10 ohne Hindernisse und Engpässe vom harburger Hafen noch etwa 10 Kilometer weiter, zumeist parallel zu den Bahngleisen, bis Neugraben..

Fazit: gut ausgeschilderte Route, leicht zu fahren mit einigen Schwachstellen (Harburger Hafen). Unterwegs gibt es eine Menge zu sehen.

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