Die drei Gründer der Hamburger Sockenmarke Pavel Smidingr, Alexander Siegmund und Maximilian Altenmüller (v.l.n.r.) in ihrem neuen Showroom.
  • Die drei Gründer der Hamburger Sockenmarke Incylence Pavel Smidingr, Alexander Siegmund und Maximilian Altenmüller (v.l.) in ihrem neuen Showroom.
  • Foto: Florian Quandt

Mit „Socken aus dem Meer”: Hamburger Start-Up eröffnet Showroom

In Plastikmüll aus dem Ozean Sport treiben? Das macht das Hamburger Start-Up Incylence möglich – mit seinen Sportsocken. Denn die werden aus einer ganz besonderen Faser gemacht. Doch bei der Herstellung waren die Hamburger auf ihre Community angewiesen.

Auffällige, bunte Designs und ein abstraktes Luchs-Logo – die Hamburger Socken-Marke Incylence ist in Sportlerkreisen schon vielen ein Begriff. Im Juni 2018 gründeten Alexander Siegmund, Maximilian Altenmüller und Pavel Smidingr ihr Start-Up mit Online-Shop, mittlerweile ist das Team schon auf sechs Personen gewachsen.

Nun wagte das Unternehmen den nächsten Schritt und eröffnete Ende November seinen ersten eigenen Showroom in der Peter-Marquardt-Straße in Winterhude. Hier können Kunden die Socken vor Ort kaufen, vor allem aber soll das Geschäft eine Anlaufstation für Lauf- und andere Sportevents für die Incylence-Community werden – sobald es die Pandemie denn wieder zulässt.

Nachhaltige Sportsocken: Crowdfunding-Kampagne machte es möglich

Der Kundenstamm war es auch, der die Entwicklung der neuesten Sportsocken-Kreation „Renewed 97“ ermöglichte. Denn die drei Gründer wollten eine nachhaltige Sportsocke aus Econyl produzieren – sogenanntes erneuertes Nylon, dass aus Plastikmüll aus dem Ozean wie alte Fischernetze gewonnen wird. „Econyl ist aber teurer als konventionelle Fasern, und dass wir ausschließlich in Europa produzieren, ist ohnehin schon eine wirtschaftliche Herausforderung“, sagt Altenmüller zur MOPO.

Die Incylence-Gründer Maximilian Altenmüller (31), Alexander Siegmund (31) und Pavel Smidingr (41, v.l.) im neuen Showroom in Winterhude.
Die Incylence-Gründer Maximilian Altenmüller (31), Alexander Siegmund (31) und Pavel Smidingr (41, v.l.) im neuen Showroom in Winterhude.

Deshalb entschieden sich die drei Unternehmer für eine Crowdfunding-Kampagne. 15.000 Euro wollten sie so für die Produktion sammeln – und schon nach 24 Stunden war die Summe zusammen. Am Ende konnte Incylence mehr als 30.000 Euro aus der Kampagne in die nachhaltigen Socken investieren. Nun, rund ein Jahr später, kommt die Socke auf den Markt.


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Sie besteht zu 97 Prozent aus recyceltem Material und zu drei Prozent aus herkömmlichem Elastan – das brauche es noch für den richtigen Sitz, erläutert Altenmüller. „Die Entwicklung in dem Bereich geht aber so schnell voran, dass wir glauben, in den nächsten Jahren auf 100 Prozent zu kommen“, sagt er.

Das sind die neuen, nachhaltigen Sportsocken von „Incylence”
Das sind die neuen, nachhaltigen Sportsocken von „Incylence”

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Ohnehin wollen die Gründer ihre Produkte stetig nachhaltiger machen, verwenden dafür nur Farben aus einem umweltschonenderen Herstellungsverfahren und kein Plastik bei den Verpackungen. Im Februar soll zudem schon die nächste neue Socke auf den Markt kommen. Sie wird aus Stoffresten der Industrie gemacht, die sonst weggeworfen werden würden.

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