Das ehemalige Karstadt-Sport-Gebäude in der Mönckebergstraße wird bis zum Ende des Jahres zu einem Kreativ-Ort.
Das ehemalige Karstadt-Sport-Gebäude in der Mönckebergstraße wird bis zum Ende des Jahres zu einem Kreativ-Ort.
  • Das ehemalige Karstadt-Sport-Gebäude in der Mönckebergstraße wird bis zum Ende des Jahres zu einem Kreativ-Ort.
  • Foto: picture alliance / dpa/Marcus Brandt

Hamburg plant Millionen gegen den Leerstand

Gähnende Leere in vielen ehemaligen Geschäften der Hamburger Innenstadt. Doch das Programm „Frei_Fläche“ schafft Abhilfe: Kreative können leerstehende Gewerbeflächen zu geringen Mietpreisen nutzen – so wie das Karstadt-Sport-Gebäude in der Mönckebergstraße. Rot-Grün will das Programm nun verlängern.

Die rot-grünen Regierungsfraktionen bringen einen Antrag in die nächste Bürgerschaftssitzung am 30. November ein: Das Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ der „Hamburg Kreativ Gesellschaft“ soll 2023 weitergeführt werden.

Weniger Leerstand und mehr Kreativräume in Hamburg

Durch die kreative Zwischennutzung könnten laut Antrag leerstehende Gewerbeflächen wiederbelebt und genutzt werden. Zusätzlich ermögliche das Programm Künstlern, sich zu präsentieren – für 1,50 Euro pro Quadratmeter, egal in welcher Lage.

René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg sagt: „Kunst und Kultur benötigen nicht nur kreative Köpfe, sondern auch geeignete und bezahlbare Räume.“ Zugleich gebe es in Hamburg immer wieder leerstehende Gebäude, die ungenutzt bleiben.

Das größte umgesetzte Projekt „Jupiter“ hat an der Mönckebergstraße Platz gefunden. „Unter anderem die Aufnahme des ehemaligen Karstadt-Sport-Gebäudes hat dazu beigetragen, dass das Programm in der Öffentlichkeit einen großen positiven Zuspruch erfuhr“, sagt die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, Isabella Vértes-Schütter.

Finanzbedarf für das Programm „Frei_Fläche“

Seit das Programm im Juli 2021 gestartet ist, sind laut Vértes-Schütter 89 Anträge bewilligt und mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert worden. Diese Maßnahme sei aus einem Fonds für Mietzuschüsse aus Corona-Mitteln des Haushalts finanziert worden und laufe zum 31. Dezember 2022 aus.

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„Mit unserem Antrag setzen wir uns dafür ein, dass das Programm „Frei_Fläche“ 2023 in die nächste Förderrunde geht und aus dem Haushalt entsprechende Mittel erhält“, sagt die kulturpolitische Sprecherin. Im Antrag ist dafür ein Finanzbedarf von über vier Millionen Euro ausgewiesen. (sku)

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