Rauch und Flamme in der Nähe des Flusses Dnjepr am 24. Februar 2022. Die russischen Truppen haben ihren erwarteten Angriff auf die Ukraine gestartet.
  • Rauch und Flamme in der Nähe des Flusses Dnjepr am 24. Februar 2022. Die russischen Truppen haben ihren erwarteten Angriff auf die Ukraine gestartet.
  • Foto: dpa

Putins Angriff auf die Ukraine: Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht

Der 24. Februar 2022 wird in die Geschichte eingehen. Die Ära eines „ewigen Friedens“ in Europa ist vorbei. Mit dem groß angelegten Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ändern sich die Spielregeln grundlegend. Wir müssen uns von lieb gewonnenen Illusionen verabschieden.

Welche Überraschung: Wladimir Putin hat die Welt monatelang angelogen. „Das sind Militärmanöver“, „Wir haben nur friedliche Absichten“, „Der Westen leidet an einer Kriegshysterie“: Wer dem Mann im Kreml das geglaubt hat, der wollte nicht wahrhaben, dass es in Europa Regierungen gibt, die Krieg als völlig legitimes Mittel der Politik betrachten. Der wollte an das Gute im Menschen glauben. Das ist menschlich verständlich – aber eben auch gefährlich naiv.

Der Nebel des Krieges zieht auf

Auch die kommenden Kriegs-Tage oder -Wochen werden von Desinformation und Propaganda bestimmt sein. Vor allem von russischer Seite. Es gibt dort für diesen Zweck ganze Troll-„Fabriken“. Sie werden mithelfen, das zu erzeugen, was man „Nebel des Krieges“ nennt. Das sollte man sich immer bewusst machen, wenn man beispielsweise in den kommenden Tagen im Netz surft, um nach Erklärungen für das scheinbar Unerklärliche zu suchen.


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Deutschland und der Rest Europas stehen nun vor der Frage, wie es sich selbst mittel- und kurzfristig vor dem Kriegstreiber Putin, der indirekt sogar mit seinen Atomwaffen droht, schützt. Wer glaubt, so weit würde Putin schon nicht gehen, diese Frage sei irrelevant, der irrt sich gewaltig.

Ein System aus Waffen, Nationalismus und Unterdrückung

Putin lebt längst in seiner eigenen Realität. Den knallharten, aber rationalen Spieler auf der internationalen Bühne, der Putin einst war, gibt es nicht mehr. Stattdessen steht der Kreml-Herrscher inzwischen vollständig für ein Gesellschaftssystem, das auf Waffen, völkischem Nationalismus, Korruption, Propaganda und Unterdrückung beruht.

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Dieses Gesellschaftssystem soll nun auch der Ukraine aufgezwungen werden. Putin kann sein Nachbarland mit militärischen Mitteln erobern. Er kann ihm missliebige Personen umbringen lassen, wie er es schon so oft getan hat. Die Herzen und Köpfe der großen Mehrheit der Ukrainer wird er nicht gewinnen. Herr Putin, auch Russland hat besseres verdient als Sie. Sie werden für ihre Verbrechen eines Tages in der Hölle schmoren!

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