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Robert Habeck
  • Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat weitere Waffenexporte in die Ukraine genehmigt.Das letzte Wort liegt allerdings beim Bundessicherheitsrat.
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen

Waffenlieferungen: Bundesregierung lässt Putin seine eigene „Medizin“ schmecken

Zugegeben: Es fällt schwer, sich von einer gewissen Beklemmung frei zu machen, wenn man hört, dass Deutschland erneut Waffen an die Ukraine liefert.

Diese könnten theoretisch alle russischen Jets vom Himmel holen. Reizt man damit die Atommacht nicht doch zu sehr? Tragen wir so zu einer weiteren Eskalation bei? Diese Fragen dürfen und müssen gestellt werden.

Mit Blick auf die Ukraine bleibt die Antwort aber: Es ist sinnvoll. Wir können nicht tatenlos zusehen, wie ein freies Land in unserer Nachbarschaft unter die Knute eines blutigen Diktators gerät. Aber auch mit Blick auf Russland überwiegt der Nutzen: Putin respektiert nur militärische Stärke und politische Entschlossenheit. Alles andere ist für ihn eher eine Einladung, noch weiter zu gehen.

Putin droht – aber er ist kein Selbstmörder

Es schadet deshalb nicht, ihn von seiner „eigenen Medizin“ kosten zu lassen und jenseits eines direkten Eingreifens alles militärisch Mögliche zu unternehmen. Das Verhalten der Bundesregierung dürfte für Putin doch eine Überraschung sein, die seine Verhandlungsbereitschaft möglicherweise erhöht.

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Zu drohen und zu lügen ist für Putin längst zur zweiten Natur geworden. Man darf sich davon nicht einschüchtern lassen. Er wird kein NATO-Land angreifen. Er ist ein narzisstischer Imperialist – kein Selbstmörder.

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