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Kommentar NRW-Wahl: Kommunizieren lernen mit Robert Habeck

Habeck Gasboykott
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Foto: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka

Hendrik Wüst (CDU), Karl Lauterbach (SPD) oder Johannes Vogel (FDP): Alle gratulierten den Grünen zum Erfolg. Vogel musste sogar neidlos anerkennen: Dass die Ökopartei seiner FDP 110.000 Stimmen von Wechselwähler:innen abgeluchst hat, das habe auch damit zu tun, dass sie auf die richtigen Themen gesetzt hat.

Dass in der einstigen Stahl- und Kohlehochburg das Wahlvolk das Klima als zweitwichtigstes Thema nennt – besonders bemerkenswert. Doch auch bei den anderen Feldern, die laut Umfragen wahlentscheidend waren, konnten die Grünen zuletzt offenbar punkten: Preissteigerungen, Energiepolitik, der Ukraine-Krieg.

Das war ein Erfolg der Bundesgrünen

Das war vor allem ein Erfolg der grünen Minister:innen. Annalena Baerbock und Robert Habeck, die in der Krise Führungskompetenz zeigen.  Habeck überzeugt die Menschen zudem mit seiner klaren Kommunikation. Auch wenn die CDU nun die beiden letzten Landtagswahlen für sich entscheiden konnte: Olaf Scholz dürfte ebenso registriert haben, wie in der eigenen Koalition eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die Zukunft wächst.

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Dabei bekommt er für sein Handeln, etwa Vorsicht in Sachen Ukraine-Krieg walten zu lassen, durchaus Zustimmung. Aber gutes Kommunizieren kann er sich derzeit beim Koalitionspartner abgucken.