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Setzt vorerst auf Kohle: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag beim Wahlkampf in Hannover
  • Setzt vorerst auf Kohle: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag beim Wahlkampf in Hannover
  • Foto: Imago

Habecks Kohle-Plan: Wer soll dieser Politik noch glauben?

Glauben die Grünen noch ihre eigene Energiepolitik? Erst hieß es, wir brauchen die Atommeiler nicht – und eine Laufzeitverlängerung sei entweder nicht machbar oder zu riskant. Kurz darauf: Okay, zwei Meiler müssen  weiterlaufen. Aber der in Lingen/Niedersachsen, wo gerade Wahlkampf ist, der jüngste Meiler von allen, der wird wirklich nicht gebraucht. Dafür sollen jetzt ausgerechnet die klimaschädlichsten Kraftwerke länger laufen.

Gestern entschieden Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und seine NRW-Parteifreundin Mona Neubaur dann, dass das umkämpfte Dorf Lützerath im dortigen Braunkohlerevier weggebaggert wird – damit zwei Kohlekraftwerke in Neurath, die Ende 2022 vom Netz gehen sollten, weiterlaufen können. Diese haben genau die Leistung wie das AKW Lingen, das auch nur 170 Kilometer entfernt liegt.

Und wir sollen jetzt wirklich glauben, dass das klimaneutrale Kernkraftwerk in Niedersachsen für die Netzstabilität total verzichtbar, aber die Braunkohle-Dreckschleudern in NRW total unersetzlich sind? Für eine selbsternannte Klimaschutzpartei ist das ein Offenbarungseid.

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Im Gegenzug will NRW übrigens schon 2030 aus der Kohlekraft aussteigen – das verkaufen Grüne und die CDU vor Ort als großen Klimaschutz-Erfolg. Die Sache hat leider einen sehr großen Haken: Denn damit das klappt, sollen jetzt viele neue Gaskraftwerke gebaut werden. Jetzt müssen die Grünen nur noch erklären, wo denn bezahlbares Gas in Zukunft herkommen soll, wo Russland als Lieferant absehbar ausfällt.

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