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Putin
  • Wladimir Putin lässt eine Delegation mit den Ukrainern verhandeln: Ein Trick oder Zeichen der Schwäche?
  • Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Sergei Guneyev

Ein schwacher Putin ist auch gefährlich

Es ist schwer zusammenzubringen: In der Ukraine wird weiter gekämpft und gleichzeitig verhandeln Russen mit Ukrainern und gehen sogar in eine zweite Runde. Wenn das nicht ein Trick des Kremls ist, zeigt das vor allem eines: Für Putin läuft die ganze Sache nicht so, wie er es sich wohl vorgestellt hat.

Auf ihn und sein Regime prasseln heftige Sanktionen ein. Die Ukrainer kämpfen erbittert für ihre Freiheiten. Und Selenskyj lässt ihn mit seiner besonnenen und sympathischen Art richtig alt aussehen. Das Problem dabei: Sollte Putin mit seinem Angriffskrieg auf die Verliererstraße geraten, kann das genauso gefährlich werden wie sein Sieg.

Mit einem Gesichtsverlust kann Putin nicht leben

Denn Putin ist keiner, der mit einem „Gesichtsverlust“ leben könnte. Ein solcher würde wohl auch sein mittelfristiges Ende im Kreml bedeuten. Möglicherweise fände sich dann ein General, der glaubt, es besser zu können. Und so könnte sich Putin in seiner Wahnwelt gezwungen sehen, zu absolut radikalen Mitteln zu greifen.

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Der Westen muss also im Fall der Fälle Möglichkeiten prüfen, die Putin einen gesichtswahrenden Ausweg ermöglichen. Das wäre zwar bitter, aber vermutlich besser als ein Putin mit dem Rücken zur Wand, der blind um sich schlägt. Noch ist es aber nicht soweit.

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