Projektleiter Martin Steinkühler vor den Resten der Rampe der „Hochstraße Elbmarsch“.
  • Projektleiter Martin Steinkühler vor den Resten der Rampe der „Hochstraße Elbmarsch“.
  • Foto: Florian Quandt

Mega-Baustelle in Hamburg: Hier wird Deutschlands längste Straßenbrücke saniert

Waltershof –

Alle reden nur vom Deckel auf der A7. Dabei gibt es hinter dem Elbtunnel Richtung Süden eine gigantische Baustelle, die nicht minder spannend ist. Und diese betrifft die von 1971 bis 1975 erbaute längste Straßenbrücke Deutschlands.

Von der „Hochstraße Elbmarsch“ dürften viele Hamburger noch nie gehört haben. Doch befahren haben sie sie ziemlich sicher schon. Mit genau 4258 Metern Länge ist die Autobahnstrecke zwischen dem Elbtunnel bis kurz vor der Anschlussstelle Moorburg die längste Straßenbrücke Deutschlands. Doch da sie  niedrig ist und meist ohne spektakuläre Aussichten  durch die Elbmarsch verläuft, nimmt man gar nicht richtig wahr, auf einer Brücke zu fahren.

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Mit so einer Ramme werden neue Pfähle bis zu 15 Meter tief ins Erdreich getrieben.

Foto:

Florian Quandt

Der erste Teil der Brücke direkt hinter dem Elbtunnel besteht aus der 418 Meter langen Hochstraßenrampe. Hier wird gerade kurzer Prozess gemacht. Die filigranen Stahl-Stelzen, auf denen der Abschnitt ruht, sind nämlich  den Belastungen von 120.000 Fahrzeugen täglich nicht mehr gewachsen. Für so eine Menge an Autos wurden sie einfach nicht gebaut.

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Seit Ende 2020 sind hier die schweren Maschinen der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) am Werk. Projektleiter Martin Steinkühler (59) zur MOPO: „Dabei ist oberstes Gebot für uns: Der Verkehr muss rollen.“ Dafür ist extra ein Hilfsdamm gebaut worden, auf dem weiterhin drei Spuren Richtung Moorburg zur Verfügung stehen. Währenddessen wird der geschredderte Beton der alten Rampe wiederverwendet, zum Bau eines Damms. Der soll 2024 fertig sein.

„Hochstraße Elbmarsch“ der A7 wird bis 2027 achtspurig ausgebaut

Dann geht es an den Hauptteil der „Hochstraße Elbmarsch“. Im Gegensatz zur Rampe am Elbtunnel steht dieser lange Abschnitt  auf dicken Betonsäulen. Martin Steinkühler: „Die halten noch 40 bis 50 Jahre.“ Nur einzelne Teile müssen hier saniert und stabilisiert werden. Aber der Verkehr auf der Mega-Brücke soll künftig achtspurig laufen.

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Auf solchen Betonsäulen ruht die „Hochstraße Elbmarsch“.

Foto:

Florian Quandt

Genial: Die Autobahnplaner haben in den 70er Jahren auf der Hochstraße vorausschauend Platz gelassen zwischen den aktuell jeweils drei Fahrspuren. Bis 2027 wird hier gearbeitet. Die Kosten des Mega-Straßenbau-Projekts liegen bei 335 Millionen Euro. 

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