Die Winternotunterkunft Friesenstraße.
  • Die Winternotunterkunft Friesenstraße.
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Massentests mit 270 Personen: Corona-Fälle in Unterkunft für Hamburger Obdachlose

Hammerbrook –

Corona-Fälle in Hamburger Obdachlosenunterkunft: Am Standort in der Friesenstraße wurden mehrere Menschen positiv getestet. Das Gesundheitsamt ordnete Massentests an. 

„Es gibt einzelne Corona-Fälle“, sagte Anja Segert, Sprecherin der Gesundheitsbehörde, der MOPO. Die Unterkunft stehe jedoch nicht unter Quarantäne. Laut Fördern & Wohnen gab es sechs Corona-Fälle sowie vier Verdachtsfälle (Kontakt ersten Grades) am Donnerstag. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin Massentests vor Ort an.

Insgesamt waren den Angaben zufolge rund 270 Personen an der Friesenstraße betroffen und wurden getestet. Das Gesundheitsamt begleitete vor Ort. Ob noch weitere Corona-Fälle aufgedeckt wurden, ist noch nicht bekannt.

Hamburg: Massentests in Obdachlosenunterkunft

Die Unterkunft wird auch in der Nacht zu Freitag wieder geöffnet, allerdings nur für die Menschen, die dort in der Nacht zu Donnerstag bereits geschlafen haben. „Wer noch nicht dort übernachtet hat, wird gebeten, einen der beiden anderen Standorte (Schmiedekoppel 29 oder Kollaustraße 15) aufzusuchen“, sagte Susanne Schwendtke, Sprecherin von Fördern & Wohnen der MOPO.

In Hamburg müssen Menschen, die in den Obdachlosenunterkünften des Winternotprogramms, einen Schlafplatz suchen, anders als in Berlin nicht verpflichtend einen Test vorher machen. Grund dafür ist, dass man ein so niedrigschwelliges Angebot schaffen möchte, wie möglich.

Hamburg: Tests sind vor Übernachtung nicht verpflichtend

Einmal pro Woche wird ähnlich wie bei den Bürgertestsstationen ein Testangebot unterbreitet. Sollte jemand allerdings Symptome aufweisen, gibt es auch außerhalb des herkömmlichen Angebots Tests.

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Die Personen, die nun aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind, werden an extra vorgesehene Quarantäneorte gebracht und erhalten Verpflegung. (fkm)

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