Korel Kruse (1) braucht dringend Hilfe! Er hat Leukämie.
  • Korel Kruse (1) braucht dringend Hilfe! Er hat Leukämie.
  • Foto: Florian Quandt

Lebensgefahr! Hamburger Junge (1) braucht dringend Hilfe

Für Aileen Kruse (36) und ihren Mann Lennart (35) war es das größte Glück. Die Geburt von Sohn Korel (1) am 19. Dezember 2019. Sie haben lange auf ihn gewartet – es war eine künstliche Befruchtung. Doch nur neun Monate später kam die niederschmetternde Diagnose: Korel leidet an Leukämie. Nur ein Spender kann ihm vermutlich noch das Leben retten.  

„Das kann einfach nicht sein, haben wir gedacht. Wir waren so schockiert und dann tieftraurig“ – so beschreibt Aileen Kruse den Moment, als sie und ihr Mann von der Diagnose erfuhren. Seitdem versucht die kleine Familie, mit der Situation leben zu lernen.  

„Dann kam schließlich die schreckliche Diagnose: Blutkrebs“

Aileen Kruse erinnert sich, wie alles angefangen hat: „Korel wurde immer häufiger krank, hatte geschwollene Lymphknoten, Beulen am Kopf. Irgendwann habe ich ihn von der Kita abgeholt. Er war total verändert, kam nicht freudestrahlend auf mich zugelaufen, wie sonst. Er stand einfach nur da und weinte drauf los. Wie ein Erwachsener, der sich lange die Tränen zurückgehalten hat.“

Korel (1) hat Leukämie. Die Eltern Aileen (36) und Lennart (35) Kruse sammeln jetzt Spenden.
Korel (1) hat Leukämie. Die Eltern Aileen (36) und Lennart (35) Kruse sammeln jetzt Spenden.

Er sei daraufhin mehrfach untersucht wurden. „Dann kam schließlich die schreckliche Diagnose: Blutkrebs“, so die 36-Jährige. „Meine Frau war mit Korel im UKE. Sie hatte dann auch noch die Aufgabe, es mir zu sagen“, sagt Lennart Kruse.

Hamburger leben ruhig und familienfreundlich

Seitdem kann Korel nicht mehr in die Kita und auf Spielplätze gehen. Jede noch so kleine Infektion könnte für den Einjährigen tödlich enden. Seine Eltern haben ihm einen kleinen Spielplatz im Garten aufgebaut. Sie leben in einem Reihenmittelhaus in einer ruhigen Spielstraße in Schnelsen.

Großeltern dürfen sich nur noch mit einer Maske dem Kleinen nähern – dann auch nur im Garten. Manchmal auch nur durch das Küchenfenster. „Korel ruft dann: ‘Arm, Arm‘ und möchte von seiner Oma und Opa auf dem Arm genommen werden. Das geht aber leider gerade nicht“, so der Vater.

Korel braucht eine Stammzellenspende

Um bald endlich wieder bei seinen Großeltern im Arm liegen zu können und den Kampf gegen den Blutkrebs zu gewinnen, ist Korel wohl auf eine Stammzellspende angewiesen. Die Familie hofft nun auf Unterstützung. 

Alle zwölf Minuten erhält jemand in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Wer Korel und anderen krebskranken Menschen helfen möchte, kann sich zum Beispiel bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) kostenlos registrieren lassen. Prinzipiell kann das jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren.

DKMS: Registrierungssets kann sich jeder nach Hause bestellen

Da große Spendenaktionen in Universitäten, Sportvereinen oder Unternehmen wegen der Corona-Pandemie wegfallen, setzt die DKMS vor allem auf Registrierungssets, die sich jeder nach Hause bestellen kann. Der selbst durchgeführte Wangenabstrich wird dann mit einer Einverständniserklärung an die DKMS zurückgeschickt – und schon ist man potentieller Spender.  

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Weltweit sind etwa 10,7 Millionen Menschen registriert, davon knapp sieben Millionen aus Deutschland. Jede einzelne Spende kann Leben retten – auch das des kleinen Korel. Mehr Informationen zur Registrierung gibt es hier.

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