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Die beiden getöteten Vietnamesen, gemeinsam mit ihrer deutschen Betreuerin Gisela von Goldammer (M.): Nguyễn Ngọc Châu (l.) und Đỗ Anh Lân (r.), auf einem alten Foto
  • Die beiden getöteten Vietnamesen, gemeinsam mit ihrer deutschen Betreuerin Gisela von Goldammer: Nguyễn Ngọc Châu (l.) und Đỗ Anh Lân (r.)
  • Foto: privat

paidRassistischer Mord in Hamburg: Die Opfer schlafen, als Brandsätze ins Zimmer fliegen

Als die Brandsätze durchs Fenster geflogen kommen, schlafen die beiden Männer. Als sie aufwachen, brennt schon alles lichterloh. Auch ihre Haut, ihre Haare stehen in Flammen. Wie lebende Fackeln rennen sie schreiend nach draußen, verlieren dann das Bewusstsein. Der eine, Nguyễn Ngọc Châu, stirbt am nächsten Morgen kurz nach neun Uhr. Um das Leben von Đỗ Anh Lân kämpfen die Ärzte im Unfallkrankenhaus Boberg noch neun Tage. Dann erliegt auch er seinen schweren Verletzungen.


Der erste rassistische Mordanschlag in der Geschichte der Bundesrepublik: Vor 44 Jahren ereignete er sich in Billbrook. Die Tat darf nie in Vergessenheit geraten, das fordert eine Hamburger Initiative schon seit langem. Die Mitglieder, darunter Überlebende der Tat und antirassistische Aktivisten, diskutierten und stritten mit Hamburgs Behörden volle zehn Jahre lang. Nun haben sie sich durchgesetzt: Am Samstag, 11. Mai, wird ein Abschnitt der Halskestraße in Billbrook in Châu-und-Lân-Straße umbenannt.



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